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Ein starkes Team: Wie Mama und Sohn ihr Zuhause gestalten

Ein starkes Team: Wie Mama und Sohn ihr Zuhause gestalten

Buden bauen | Carrie Anne Roberts

Familien haben viele Konstellationen. Ob zu zweit, zu sechst oder was auch immer – das Allerwichtigste ist, dass jede Familie ein Zuhause hat, in dem sie sich entfalten kann. In unserer Reihe Buden bauen trafen wir Carrie Anne Roberts – Alleinerziehende und Gründerin – in ihrem Londoner Apartment. Dort erzählte sie uns, wie sie für sich und ihren Sohn ein gemütliches, heiteres Zuhause gestaltete.

Charisma ist wichtig für Carrie – und schon der Gedanke an neutrale Farben lässt die 29-Jährige schaudern. „Ich bin eine junge Mutter, also versuche ich, einen zu erwachsenen Look zu vermeiden. Ich mag es elegant um mich herum, aber alles muss locker und heiter wirken.” Ihre eigene Kindheit verbrachte Carrie in einer Sozialwohnung in Wales, ihre Teenagerjahre waren geprägt von häufigen Wohnungswechseln: „Seit ich fünfzehn war, bin ich so ziemlich jedes Jahr einmal umgezogen." Bis jetzt. „Inzwischen bin ich endlich angekommen!“

Als ihr kleiner Sohn River drei Monate alt war, trennte sich Carrie von seinem Vater. Inspiriert vom Support, den Carrie vor allem online fand, launchte sie Mère Soeur – ein Projekt, das die Solidarität unter Müttern feiert. Und was mit ein paar Leinenbeuteln begann, ist inzwischen eine erfolgreiche Lifestyle-Brand.

Es kann nur einer die Hauptrolle spielen

Das Leben zu zweit begann mit nur einem Möbelstück: „Alles, was ich besaß, war ein altes Bettgestell vom Exfreund meiner Mutter.“ Als nach drei Monaten ein Sofa dazu kam, war das für Carrie ein Game-Changer: „Da hat sich unsere Wohnung das erste Mal wie ein Zuhaue angefühlt. Und ich dachte: Neben diesem Sofa kann nichts sch***e aussehen. Es hat mich dazu motiviert, auch den Rest der Wohnung schön einzurichten.“

Für-immer-Möbel

Carrie setzte vor allem auf Investment-Pieces: „Selbst ein ziemlich simples Zimmer wird mit einer Statement-Leuchte interessanter. Um mir meine Lampe leisten zu können, habe ich jede Woche etwas Geld zur Seite gelegt. Und ich weiß, dass sie mich auch an meinen nächsten Wohnorten begleiten wird. Man muss nicht alles haben, und nicht alles, was man hat, muss außergewöhnlich sein. Schon ein oder zwei tolle Teile machen den Unterschied.“

Krimskrams verstecken

Unordnung gehört für Carrie dazu. „Aber wenn es zu viel wird, fühle ich mich fast klaustrophobisch. Klingt wahrscheinlich total offensichtlich, aber smarter Stauraum ist das A und O in einer kleinen Mietwohnung wie unserer. Rivs Puzzle verschwinden in einem Schubfach unter seinem Bett. Meine Klamotten, Schuhe und Papierkram bewahre ich ebenfalls im Bettkasten auf – eine andere Option hätten wir in dieser winzigen Londoner Wohnung gar nicht.“

Mustergültig

Kunst bedeckt die Wände in Carries Wohnung. „Ich habe schon immer gerne mit Kunst, Grafiken und Bildern gewohnt – mit ihnen fühle ich mich gleich zuhause. Kunst ist ich. Ich will mit ihnen erreichen, dass Leute hier reinkommen und denken ‚Ach, so bist du drauf.‘“

Hab Freude am Wohnen

„Ich plane nicht – planen killt mich. Sowas wie ein Moodboard gab es bei mir nie. Ich denke, solange du Dinge auswählst, die deinem persönlichen Geschmack entsprechen, kommt am Ende ein harmonisches Gesamtbild dabei heraus. Bei Klamotten ist das bei mir genauso, ich stelle Outfits eher intuitiv zusammen. So macht mir das aber Spaß, es ist FUNctional.“

Insta-Inspiration

„Manche Leute [auf Instagram] haben wahnsinnig viel Zeit, Geld und Platz. Und hey, ist doch auch super, dass sie ein wunderschönes Zuhause geschaffen haben, das andere inspiriert und das wir innerhalb unserer eigenen Möglichkeiten nachstylen können. Aber vergiss nicht: Instagram zeigt dir nur, was man machen kann, nicht was man machen muss.“

"Mein Zuhause ist nicht statisch, es ist immer im Wandel. Riv muss sich hier genauso wohl fühlen, wie ich. Und ich würde nie wollen, dass er sich hier von mir eingeengt fühlt. Ich werde ihm also sicher nicht mit einem Staubsauger hinterherrennen."

Small talk

Über teures Spielzeug ...

„Dein Kind wird weinen, Unordnung machen und im generell eine enorme – und wunderbare – Plage sein. Aber bis zu einem gewissen Alter kannst du die Dinge kontrollieren. Ich kaufe Riv cool aussehende Spielzeuge, oft Vintage, etwa alte Mutant Turtles. Du entscheidest, was in deinem Haus geht und was nicht.“

Über Unordnung ...

„Mach dich nicht verrückt. Ich manage ein Business und bin alleinerziehend. Das Letzte, was ich brauche, ist Stress wegen eines neuen Flecks auf dem Sofa.“

Über Renovierungen mit Kids ...

„Ich arbeite nie an der Wohnung wenn Riv hier ist, das stört nur. Ich habe es ein mal probiert als ich die Wände malerte – da ist er fröhlich in seiner Unterwäsche durch die Farbeimer gestapft.“

Über Erziehung ...

„Kinder haben so viel zu geben. Ihre Meinungen und Sichtweisen auf die Welt ist einfach einzigartig. Was ihnen so durch den Kopf schießt, wenn man ihnen nur etwas Freiheit lässt ... es ist erstaunlich.“

Autor: Natalie Wall
Fotograf: Anna Batchelor | Art direction by: Laura Cumming