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Miet and Greet: Ein WG-Zimmer mit Charme

Miet and Greet: Ein WG-Zimmer mit Charme

Miet and Greet | Kristabel Plummer

Das Leben in einer Wohngemeinschaft ist schon lange nicht mehr nur Teil des Studentenlebens. Für viele Großstädter ist es die einzige Option, sich auch im Berufsleben eine Wohnung in bester Lage zu sichern. In unserer Reihe Miet and Greet treffen wir Menschen, die aus ihrer Mietsituation trotz allem das Meiste herrausholen. Dieses Mal: Influencerin Kristabel Plummer und ihr WG-Zimmer in London.

Name: Kristabel Plummer

Alter: 32

Job: Blogger und freie Texterin

Umzugsgeschichte: Lebt schon seit fünf Jahren in ihrer jetzigen WG

Mitbewohner: Insgesamt drei, inklusive ihrer besten Freundin Lucy

Location: Ein hügliger Stadtteil im Norden Londons

Wohnung: Ein viktorianisches Townhouse mit 5 Zimmern

Instagram: @iamkristabel

In Großbritannien lebt man gewöhnlich nicht zur Miete – warum ist das bei dir anders?

Ich habe lange bei meinen Eltern gelebt, obwohl ich eigentlich ausziehen wollte. Meine Freundin Lucy ist dann in dieses Haus eingezogen und gab mir sofort Bescheid, als hier nur sechs Wochen später ein Zimmer frei wurde. Ich möchte gern eine Wohnung kaufen – ich bin aber Single und freiberuflich, da ist das schwierig.

Welche Vorteile hat das WG-Leben für dich?

Meine Freundschaft mit Lucy ist viel intensiver geworden – wir schauen oft zusammen Drag Race auf dem Sofa und quatschen. Sie kennt sich auch super mit Pflanzen und DIY aus, ich interessiere mich eher fürs Kochen. Wir helfen einander. Das geht natürlich nicht, wenn man alleine wohnt.

Und warum gerade dieses Haus?

Ich bin in einem viktorianischen Townhouse großgeworden, deswegen liebe ich den Stil dieser Wohnung. Und ich hatte Glück, das größte Zimmer zu ergattern. Die meiner Mitbewohner sind nur halb so groß.

Gibt es irgendwas, was dir am WG-Leben nicht gefällt?

Es wollte zum Beispiel außer mir niemand eine Abwaschschüssel. Und natürlich haben wir alle unsere kleinen Macken: Ich teile mir das Bad mit einem meiner Mitbewohner. Er ist immer total genervt, wenn ich die Dusche verstelle – und ich, wenn er mal wieder kein neues Toilettenpapier hinlegt.

"Als Mieter kann man sich doch super ausprobieren: vom Stadtteil bis zu den Mitbewohnern. Klar habe ich auch mal daneben gegriffen, aber am Ende weiß ich jetzt besser, was und wer zu mir passt."

Und wie ist die Beziehung zu deinem Vermieter?

Mit dem haben wir echt Glück gehabt. Er kümmert sich sehr darum, dass das Haus in einem guten Zustand ist. Ich bin wirklich schrecklich, wenn es ans Planen geht – Investitionen wie einen Kühlschrank würde ich schlicht vergessen. Am Mieterdasein mag ich also, dass ich mir keinen Kopf machen muss. Ich kann hier einfach wohnen, die Gegend und das Leben genießen.

Und gibt's genug Stauraum?

Es ist nicht einfach hier Sachen unterzubringen, aber ich mache das Beste daraus. Auf Pinterest habe ich mexikanische Körbe entdeckt – die sind schön und praktisch. Dazu fand ich farblich passende Kisten. Bücher habe ich in den Ecken gestapelt. Handtaschen draußen an den Schrank gehängt.

Kristabels Tipps fürs Mieterglück

Weiße Wände sind deine Leinwand

Der Look hier funktioniert, weil die Wände alle Weiß sind. So können bunte Prints und Kissen richtig wirken. Irgendwie ist es auch interessant, wenn man kreativ eingeschränkt ist. Wer weiß, was ich mit dem Zimmer gemacht hätte, wenn ich hier streichen dürfte.

Im Zweifel helfen Kissen

Mit Kissen legt man sich nicht fest. Ist ja nicht wie mit Wandfarbe, wo es auch mal ordentlich in die Hose gehen kann. Wenn man es nicht mag, wird's eben geändert. Ich weiß gar nicht genau, wo meine Versessenheit auf Kissen genau herkommt. Als Kind kuschelte ich immer mit einem Kissen, das meine Oma für mich gemacht hat – das erklärt den Tick vielleicht.

Highlights im Raum

Was man beim Eintreten als erstes sieht, kann man ruhig mit Hingabe dekorieren – in meinem Zimmer ist das der Kamin. Unordnung verschwindet einfach hinter der Tür, da sieht man sie nicht sofort.

Autor: Natalie Wall
Fotograf: Veerle Evens

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