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Die Farbe Rosa und andere Liebesgeschichten. Zuhause bei 2 Lovely Gays

Die Farbe Rosa und andere Liebesgeschichten. Zuhause bei 2 Lovely Gays

Interior-Design-Duo Russell und Jordan haben eine Mission: Das Leben schöner machen. Vor zwölf Jahren lernten sich die beiden auf einer Party kennen – und sind aneinander hängen geblieben. Gemeinsam wechselten sie von einer Schauspielkarriere zum Interiordesign und bringen heute mit ihrem Studio 2 Lovely Gays – 2LG – Drama nicht mehr auf die Bühne, sondern in die Wohnzimmer ihrer Kunden. Die Renovierung ihres eigenen Zuhauses begann mit einem muffigen Reihenhaus im Süden Londons und endete mit einem modernen Townhouse in dem Minimalismus und Blümchentapete zueinander finden.

 

Immer langsam

„Das Haus hat so viel Personality, dass wir uns am Anfang eher wie Gäste gefühlt haben – das Haus hat vorgegeben, was wir tun sollen, nicht andersrum“, erzählen Russell und Jordan. Also haben sie das Haus erst mal studiert, sich mit dem Planen Zeit gelassen. „Unser erstes Haus haben wir so zügig renoviert, dass wir gar keine Zeit hatten uns in es zu verlieben.“

Guter Geist

Das alte Gebäude gab die Richtung vor: „Auf Details wie die Blütenmuster wären wir nie gekommen, wenn wir uns und dem Haus nicht viel Zeit gelassen hätten.“ Und spukt es hier denn? „Naja, ein paar Gäste haben ein paar komische Sachen gesehen. Aber wir denken, es ist ein guter Geist – wir teilen unser Zuhause gerne mit ihm.“

Im Untergrund

Als es daran ging, die alte Tapete im Erdgeschoss von den Wänden zu reißen, entdeckte das Paar darunter die Überbleibsel eines Streublümchenmusters in Rosa und Schwarz: „Wir waren sofort verknallt in unseren Fund und wollten unbedingt ein ähnliches Muster in modernen Farben: Gold und Blau im Ombré-Look. Das sah so toll aus, wir haben die Tapete selbst an die Decke geklebt.“

Immer das Gleiche

Der 2LG Interior-Tipp: Anzahl der Farben und Materialien begrenzen. „Wir versuchen bei jedem Projekt, die Farbpalette und Anzahl der Materialien zu begrenzen – das schafft eine Basis. Bei uns sind etwa alle Holzelemente im selben Ton gestrichen – und zwar im ganzen Haus.“

Dunkle Leuchte

„Wir sagen ja immer, dass man nicht unbedingt eine Pendelleuchte mitten im Raum haben muss. Schöner finde ich Wandlampen mit sanftem, indirektem Licht“, sagt Jordan. „Aber bitte immer mit Dimmer! Genau das haben wir so in unserem Wohnzimmer gemacht. Wir wollten einen gemütlichen, etwas dunkleren Raum gestalten, in dem man sich am Abend nach einem langen Tag am Computer gut entspannen kann.“  

Design mit Nutzwert

„Das Paar hat keine Scheu, auch im Alltag Designerstücke zu benutzen: Schöne Dinge will man doch auch wirklich verwenden. Was ja nicht heißt, dass wir sie nicht schätzen aber es sind doch in erster Linie Gebrauchsgegenstände“, meint Jordan. „Ein Freund hat letztens Rotwein auf dem Sofa verschüttet – aber so ist halt das Leben, es sind ja nur Dinge.“  

Gewöhnlich ungewöhnlich

Das Mantra der beiden Designer? Das Leben schöner machen. „Wir wollen den Alltag zu etwas Großartigem machen. Fernseher und Kleiderschränke versuchen wir zum Beispiel immer außerhalb des Schlafzimmers zu platzieren oder zu verstecken. Wie in guten Hotels. Dieses Gefühl des Besonderen wollen wir umsetzen.“  

Farbe bekennen

„Viele haben Angst, Farben einzusetzen. Also bleiben sie bei Nummer-Sicher-Optionen wie Grau, Weiß oder Beige. Dabei lieben wir unser rosa Badezimmer – es ist das Highlight in unserem Haus.“

Pieces with personality

„Wir schauen ja gerne mal auf MADE.COM nach, was es so Neues gibt. Für uns aber auch für Kunden: Wir verwenden MADE Designs gerne, wenn das Budget schmaler ist – außerdem sind die Kollektionen immer modern, haben Personality und sind interessant.“  

Farbeinschuss

Ein Tipp für Leute mit Farbphobie? „Mit Accessoires anfangen und schauen, wie man das findet. Und keine Angst vor Experimenten haben. Wenn man mal eine Wand streicht und einem die Farbe nicht gefällt, kann man das ja immer auch wieder neu streichen.“  

Süß, süßer, Badezimmer

„Das rosa Badezimmer haben wir uns gegönnt. Fast zwei Jahre haben wir auf den Umbau gespart – und das Ergebnis ist fast der tollste Raum im ganzen Haus. Nichts ist besser, als hier in den Tag zu starten.“

Bathroom to boardroom

„Ich meine, im Bad ist man jeden Morgen – warum also nicht einen besonderen Moment daraus machen? Unser Job ist stressig genug, da muss unser Zuhause einfach unsere Batterien wieder aufladen.“

Wer lebt hier?

„Es sind die Menschen, die jedem unserer Projekte Persönlichkeit geben. Selbst bei einem Styling-Projekt erfinden wir einen fiktiven Bewohner, um den wir ein Konzept bauen. Ein Interior zu machen, ohne zu wissen, wer darin leben wird – das ist unmöglich.“

Rollenspiele

„Wir sind Chamäleons, wir verwandeln uns in die Menschen, mit denen wir arbeiten“, verrät Russell. „Als Schauspieler haben wir beide gelernt, wie man in andere Rollen schlüpft.“ Jordan stimmt zu: „Wir sind definitiv nicht eines dieser Studios, die einen wiedererkennbaren Look haben. Ich würde mich ja zu Tode langweilen.“

Ein Leben in Farbe

„Das Einhorn über dem Bett haben wir auf Instagram entdeckt. Eine Limited Edition. Wir dachten, es wäre viel größer!“, lacht Russell. „Wir lieben es aber trotzdem. Wenn man in einem Zuhause lebt, das einen jeden Tag glücklich macht, wen interessiert es dann wieviel das Haus wert ist oder wieviel alles gekostet hat. Hauptsache ist, man hat Freude daran.“

Autor: Pat McNulty | Natalie Wall
Fotograf: Megan Taylor

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