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Emily und die Kunst des besonnenen Einrichtens

Emily und die Kunst des besonnenen Einrichtens

Slow Food, Slow Fashion und jetzt auch Slow Interiors. Von der Auswahl der Materialen bis hin zum Zusammenstellen besonderer Möbel – außergewöhnliche Interiors brauchen Zeit. Das weiß auch Food Stylistin und Art Director Emily Ezekiel, die das Einrichten ihrer Wohnung im Osten Londons bewusst mit Geduld anging. Das Ergebnis? Ein charmantes Zuhause voll einzigartiger Fundstücke. Wir haben sie und ihren Partner Sebastian dort besucht.

 

Früh übt sich

Ihr Händchen für Design erbte Emily von ihren Eltern: „Mein Vater war erfolgreich in vielen Berufen, einer davon war Interior Designer – ich liebte seinen mutigen Stil irgendwo zwischen Folklore und Deco. Er ist leider vor drei Jahren gestorben und wir haben nicht mehr viele seiner Sachen. Er besaß großartige Art déco Sofas, afrikanischen Masken und eine von Tom Dixons frühen Lampen.“

Kitchen stories

„Die Küche ist der beste Raum im ganzen Haus, deswegen haben wir uns hier schon etwas gegönnt. Die üblichen Standardküchen fand ich richtig langweilig – aber dann habe ich diese hier entdeckt. Sie erinnerte mich an japanische Bäder oder skandinavische Landhäuser. Ich wusste sofort, die ist es.“

Authentisch bleiben

Emily setzt beim Styling auf ihr Bauchgefühl: „Die Farben habe ich rein intuitiv gewählt und an dieses Zufallskonzept aus vier Nuancen hielt ich mich dann ganz unterbewusst. Mattes Zartrosa, blasses Grüngrau, tintiges Nachtblau und dazu viel Weiß, gemixt mit Details in Messing und Schwarz.“

FantasTisch

„Vittis leichte, schlanke Silhouette bringt für mich zeitgemäßes Design genau auf den Punkt – der Konsolentisch ist einfach perfekt für kleine Wohnungen oder schmale Gänge. Die Kacheln der Tischplatte finde ich auch klasse.“

Farbe bekennen

„Das Haus war ziemlich düster als wir es kauften. Aber wir waren entschlossen, das Interior hell und luftig zu gestalten. Dafür haben wir Farrow & Ball Wandfarben verwendet: Im Wohnbereich und Schlafzimmer „All White“, in der Küche „Settling Plaster“ und die Haustür in „Railings“. Im Moment suche ich noch ein tolles Tannengrün, das zu diesem Mix passt.“

Wie goldig

„Der Alana Spiegel aus Messing war unser erstes MADE.COM Design. Als ich ihn sah, hat mir sofort gefallen wie groß und gut verarbeitet der Spiegel ist.“

Hochstapler

„Ich liebe den Cairn Beistelltisch – er ist so vielseitig einsetzbar und hat Platz für alle wichtigen Kleinigkeiten, die ich im Bad eben so brauche. Dass er von asiatischen Bambusdämpfern inspiriert ist hat doch Charme, oder?“

Man lernt nie aus

„Der einzige Punkt, bei dem ich mich heute anders entscheiden würde, ist die Wandgestaltung im Schlafzimmer. Mein Bruder war unser Handwerker und von meiner Idee, die Wände hier unverputzt zu lassen gar nicht begeistert – also ist es ein weißer Anstrich geworden.“

Peu à peu

„Wenn ich einen Tipp geben müsste, dann wäre das, sich nicht sofort auf eine Idee zu fixieren. Man muss Kompromisse machen, sich Zeit lassen“, rät Emily. „Trends und Moden kann man ignorieren, sie lassen dich nur an deinen Entscheidungen und Wünschen zweifeln. Trau dich, anders zu sein und folge deiner Intuition – dann stimmt am Ende auch der Look.“

Autor: Carly-Ann Clements

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