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Anton Rodriguez, Fotograf aus London, in seiner Wohnung im Barbican.

Urban Living im Londoner Apartment von Anton Rodriguez

Anton Rodriguez ist ein neugieriger Nachbar. Der Fotograf lebt im berühmten Barbican Estate, einem brutalistischen Gebäudekomplex aus Hochhäusern, Apartmentblocks und großem Kulturzentrum mitten in London. Hier leben Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten. Und ihn interessiert, wie sie wohnen. „Ich spaziere einfach durch die Korridore. Wenn ich eine offene Tür sehe, werfe ich schnell einen Blick in die Wohnung.“ Uns hat er gezeigt, wie er sich sein helles Zuhause im Barbican eingerichtet hat.

 

In Bestform

„Innerhalb von zwei Jahren haben wir bestimmt vier oder fünf Couchtische im Wohnzimmer ausprobiert – aber keiner hatte die richtige Form für diese schmal geschnittene Wohnung. Wir wechselten von quadratisch zu rechteckig, zwischendurch hatten wir sogar ein blütenförmiges Design. Dieser runde Tisch ist perfekt. Er steht nicht im Weg rum, hat keine Kanten, an denen man sich stoßen kann, und ist groß genug – und in der Glasplatte spiegeln sich die Wolken.“

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Weniger ist mehr

„Eine wichtige Regel: Man sollte nur Sachen kaufen, die man wirklich braucht. Meine Freundin und ich nutzen hier jeden Quadratmeter effizient. Ich liebe zum Beispiel das klare Design dieser Garderobe. Sie heißt ja Farringdon – in dem Stadtteil von London habe ich sogar eine Zeit lang gelebt.“

Abschauen erlaubt

„Die meisten der Wohnungen im Barbican haben einfach weiße Wände. Es fällt so viel Tageslicht rein, mit Weiß kann man das optimal nutzen. So ein helles, offenes Interior ist ein willkommener Kontrast zu der brutalistischen Fassade der Gebäude.“

Lass dich inspirieren

„Ich sehe viele tolle Ideen online, Hype Beast gefällt mir zum Beispiel sehr. Wohnzeitschriften schaue ich mir nie an. Am meisten interessiert mich, wie ganz normale Menschen leben und in einem Video von ihrem Zuhause erzählen. Freunde von Freunden ist auch eine super Inspirationsquelle.“

Bleib flexibel

„Wenn mir ein Möbelstück gefällt, kaufe ich es sofort. Passt es doch nicht, landet es gleich bei Ebay. Ich lege an Möbel auch gerne mal Hand an. Ich habe schon Beine von Hockern abgesägt, um sie niedriger zu machen. In diesem Sideboard befinden sich die Computer mit allen meinen Fotos. Um die Kabel zu verstecken, habe ich Löcher in die Rückwand gebohrt.“

Auf Details achten

„Wir mieten diese Wohnung und die großen Möbel sind vom Vermieter. Trotzdem wollte ich ihr einen persönlichen Touch verleihen. Deshalb habe ich Fotos an die Wände gehängt und überall Blumen und Kakteen aufgestellt. Jedes der Objekte in den Regalen ist ein kleines Design-Statement von mir, die aber nicht den Vibe der Wohnung stören. Ich bin fast zwanghaft ordentlich, deshalb liegt nie viel Kram rum. Alles, was zu sehen ist, soll auch zu sehen sein.“

Leben im Barbican

„Unser Wohnzimmer gefällt mir am besten. Durch das hohe, bogenförmige Fenster und die gewölbte Decke kommt so viel Sonnenlicht rein. Im Laufe des Tages ändern sich die Schatten ständig. Am liebsten würde ich die ganze Zeit fotografieren. Und dann checke ich meinen Instagram-Feed und sehe, dass da schon fünf Fotos von Pflanzentöpfen aus Beton sind…“

Autor: Nell Card
Fotograf: Anton Rodriguez

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