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Billie Scheeper and ihr Mann David auf einem Sofa mit ihrem Baby.

Starkes Team: Wie ein Paar seinen Interior-Stil fand.

Kann Stil vererbt werden? Bei Billie Scheeper liegt die Vermutung zumindest nahe. Die gebürtige Berlinerin war schon immer von gutem Design umgeben: „Meine Eltern führten ein Antiquitätengeschäft und reisten auf der Suche nach Unikaten um die ganze Welt. Seitdem fasziniert mich Design.” Im vergangen Sommer zog die freie Fotografin mit ihrem Mann David, einem Medienanwalt, und Sohn Fred in ein Haus im Londoner Stadtteil Kensal Rise. Die Vorbesitzer hinterließen das Haus zwar in einwandfreiem Zustand, aber nach 60 Jahren war das Interior reif für Neues. Das Paar startete ein Renovierungsprojekt, bei dem die beiden ihre verschiedenen Styles – er mag es minimalistisch, sie möglichst dekorativ –  vereinten. Uns haben sie gezeigt, wie das Ergebnis aussieht.

Helle Freude

„Am inspirierendsten fand ich das Licht im Haus”, sagt Billie. „Es erinnert mich wirklich an Berlin. Es gibt in London nur selten so offene Räume. Ich liebe es, dass hier jedes Zimmer so groß ist.” David stimmt zu: „Wir sind gerne draußen und igeln uns nicht gerne in dunklen, gemütlichen Ecken ein. Deshalb haben wir die Architekten gebeten, möglichst viel Tageslicht in das Haus zu lassen.”

Die Mischung macht's

„Wir lieben, dass das Haus ein leichtes Scandi-Feeling hat. Deswegen haben wir uns auf verschiedene Grau- und Weißtöne sowie helles Holz beschränkt. Dazu kommen dann knallige Farbtupfer wie der hellgelbe Hochstuhl oder unser buntes Esszimmer. Für die Küche wählten wir Blassrosa – zusammen mit den Messingdetails und der Arbeitsplatte aus Marmor sieht das einfach top aus.”

Gesprächsbereit

Das Paar setzt auf viel Offenheit. Deshalb lag ihnen auch viel daran, Ess- und Wohnzimmer zusammenzulegen. „Wir beide reden gerne und viel miteinander. Deshalb ist es toll, dass wir so ohne Unterbrechung miteinander quatschen können, wenn wir von einem Raum in den anderen gehen.”

Ein Mann, viele Sessel

David gibt freimütig zu, dass er einen Sesseltick hat. „Meine Freunde zu Schulzeiten hatten Poster von Sportstars an der Wand, bei mir hing ein Poster aus dem Vitra Design Museum. Ich fand damals auch das Bild von Steve Jobs und Bill Gates auf einem Eames Lounge Chair ziemlich cool.”

Lieber unkompliziert

Bei der Wahl der Farben empfiehlt David eine unkomplizierte Herangehensweise: „Vor schwarzen oder weißen Wänden kommen Möbel, Lampen, Kunst und sogar der Boden besser zur Geltung. Man kann sich eine Wand als “Highlight-Wand” aussuchen, die man hin und wieder verändert – etwa mit bunten Tapeten oder ungewöhnlichen Farben.”

Überstunden? Gerne!

Beiden gefällt besonders das Arbeitszimmer von Billie: „Wir verbringen hier viel Zeit, denn es passt einfach alles: Vom alten, restaurierten Ercol Tagesbett, der grünen Hängeleuchte von Pholc, Billies Fotos an den Wänden bis hin zum Sonnenlicht, das durch die Erkerfenster scheint.”

Immer inspirierend

Billie: „Ich liebe mein Büro und bin sehr dankbar dafür. Hier stehen meine Lieblingsbücher über Kunst und Fotografie, der große Marmorschreibtisch mit Blick auf die Straße, der Magazinständer und ein wunderschöner skandinavischer Schaukelstuhl. Es ist der perfekte Ort, um Inspiration zu finden. Unser erste Anschaffung von MADE.COM befindet sich auch hier: Die Austin Stehlampe in Kupfer.”

Regal? Nicht egal

Für das Wohnzimmer investierte das Paar in ein hochwertiges Regalsystem. David: „Mein Vater besaß alle möglichen Braun Produkte, daher stammt mein Faible für alles, was Dieter Rahms entworfen hat.” Billie ergänzt: „Wir hatten unser Budget eigentlich schon ausgereizt. Aber diese Anschaffung konnte ich David nicht ausreden. Ich will mir unser Haus jetzt auch ohne dieses Regal gar nicht mehr vorstellen. Es ist so zeitlos und schön.”

Gutes Timing

Wie aus einem Haus ein Zuhause wird? Billie: „Bevor man alles mit Büchern, Beistelltischen, Lampen, Pflanzen und Kunst füllt, sollte man eine Weile darin gelebt haben. Dadurch wirkt am Ende alles wohnlicher.” David: „Wir schaffen immer noch nach und nach Dinge an. Und MADE ist immer unsere Anlaufadresse, wenn wir auf der Suche neuen Lampen und Möbeln sind.”

Lesesessel

„Ich liebe den großen, grauen Kubrick Sessel im Kinderzimmer. Hier sitze ich gern und lese meinem Sohn vor – wir passen beide drauf. Die Albert Pendelleuchte passt hervorragend dazu.”

Kompromiss statt Konflikt

David: „Ich tendiere eigentlich immer zum Minimalismus, Billie wollte aber beim Einzug gleich einige Lampen und Möbel anschaffen. Als Paar geht man beim Einrichten immer Kompromisse ein. Es gibt ja auch genügend Stile, auf die man sich einigen kann. Die echte Herausforderung liegt darin, Produkte und Designs zu finden, die beide wirklich lieben. Geduld ist dabei die beste Helferin.”

Autor: Natalie Wall
Fotograf: Lewis Hayward

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