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Cate St Hill mit ihrem Dackelwelpen auf einem grauen Ecksofa

Umbau in Grau: Ein Londoner Altbau im neuen Nordic-Look

Ein einladendes, warmes Zuhause ganz in Grau – ist das nicht ein Widerspruch in sich? Nicht, wenn es richtig umgesetzt wurde. Interior-Bloggerin Cate St Hill beweist es mit ihrem Londoner Haus. Von hellem Wolkengrau bis hin zu dunklen Varianten, das ganze Spektrum der Farbe findet sich in dem Interior der Britin wieder. Heute ein Paradebeispiel für ein zeitgemäßes Interior im Nordic-Style, war das Haus vor der Renovierung in bemitleidenswertem Zustand. Uns hat Cate erzählt, wie ihr das Makeover glückte.

Liebe auf den zweiten Blick

„Ehrlich gesagt, anfangs habe ich das Haus gehasst. Mit unserem Budget hatten wir aber keine andere Immobilie gefunden. Hier dachten wir uns, wir könnten was daraus machen.” Mit etwas Vorstellungskraft gelang es Cate, über die Mängel hinwegzusehen. „Viele der schönen historischen Details waren von Vorbesitzern entfernt und mit unpassendem Dekor ersetzt worden. Die Wände waren teils auch in furchtbar grellen Farben gestrichen: ein beißendes Lila im Wohnzimmer, die Küche in Sonnengelb. Unser Job war also, diese ganzen Schichten wegzunehmen und die ursprüngliche Schönheit des Hauses wieder offenzulegen.”

Späte Offenbarung

„Erst als die Handwerker die Wände rausgerissen hatten, wurde mir klar, wie das Interior am Ende aussehen sollte. Ich habe Architektur studiert, deshalb wusste ich, wo die Türöffnungen und ähnliche Dinge sein sollten. Aber viele der Ideen gehen auf ein Projekt zurück, das Architekten in einem ähnlichen Haus umsetzten.”

Hoch hinaus

Beim Einrichten von 75 Quadratmetern dreht sich aber nicht alles um Stilfragen, auch platzsparende Kniffe sind gefragt: „Statt horizontal muss man vertikal denken und die ganze Höhe eines Raums ausnutzen. Oft bleibt der Spalt zwischen Küchenschränken und Decke ungenutzt, aber ich ließ extrahohe Modelle einbauen. Zusätzlicher Stauraum ist einfach immer gut.”

Weg mit den Wänden

„Das Haus wirkt heute viel heller und größer, nicht so klein und vollgestopft.” Cate gelang die Transformation, indem sie die Wand zwischen Küche- und Wohnbereich herausreißen ließ. „Jetzt ist der Raum geräumig, großzügig und voller Tageslicht. In meiner alten Wohnung hatte ich eine schmale, separate Küche, darin kam man sich immer so abgeschnitten vor. Hier liebe ich, dass einer von uns beiden kochen oder das Abendessen vorbereiten kann und sich gleichzeitig mit dem anderen auf dem Sofa unterhalten kann.”

Neutral bleiben

Entscheidend für den skandinavischen Vibe ist das Farbkonzept von Cate. „Es ist ein sehr heller Raum, mit hellgrauen Wänden („Blackened” von Farrow & Ball) und weiß gestrichenen Dielen. Ich nutze Wände gerne als neutralen Hintergrund, vor dem ich Prints, Kunst, kleine Designobjekte und Pflanzen platziere. So gewinnt ein Raum an Farbe und interessanten Details. Außerdem lässt sich ein Interior auch immer leicht an die Jahreszeiten oder neue Trends anpassen.”

Gut zu Fuß

Ein einfacher Trick reichte, um den ganzen Raum offener wirken zu lassen: „Möbel auf Füßen helfen dabei, da der Boden sichtbar bleibt.” Deshalb war auch das Vento Sofa von MADE.COM mit seinen Chrombeinen die richtige Wahl: „Unser altes Modell war ein 3-Sitzer, aber eigentlich hatten wir nie genug Platz, gerade wenn Freunde zu Besuch waren. Wir wollten ein gemütliches Ecksofa. An Vento gefällt mir, dass es ein puristisches Design ist und recht filigran wirkt. Dank der schmalen Armlehnen bietet es viel Sitzfläche.”

Balance halten

„Mir gefallen Möbel mit einem minimalistischen, zeitgemäßen Feel und skandinavischen Elementen. Alles, was zu gewollt wirkt, ist nicht so meins. Ein Möbelstück braucht keinen unnötigen Schnickschnack. Der Gesamtlook sollte harmonisch sein und neues Design zu alten Antiquitäten passen. Das gelingt am besten, wenn man nicht zu viele Holzarten mixt, ähnliche Farben wählt und die Formen ähnlich bleiben.”

Charmanter Charley

„Im Schlafzimmer steht der schöne graue Charley Samtsessel mit seinen schwarzen Beinen im Midcentury-Stil. Er sieht edel und doch dezent aus – ein einladender Blickfang in der Zimmerecke. Ich liebe ihn auch als Kontrast zu der rosafarbenen Wand (Peignoir von Farrow & Ball).”

Durchhalten

Für alle, die ebenfalls ein Interior mit Instagram-Hitpotential wollen, hat Cate einen Tipp: „Fange jedes Einrichtungsprojekt nur dann an, wenn du wirklich motiviert bist, das ganze durchzuziehen. Ansonsten kommt ein mittelmäßiges Resultat dabei raus - und man will alles noch mal machen.”

Autor: Carly-Ann Clements
Fotograf: Liz Seabrook

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