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Chiara Perano sitzend auf dem Tresen in ihrer Küche.

Einfach malerisch: das Londoner Haus von Kalligrafin Chiara

Chiara Perano träumte von Miamis berühmten Art-déco-Apartments. Doch ihr erstes Haus in East London hätte nicht weiter von diesem Ideal entfernt sein können. Die Gründerin von Lamplighter London, einem Kalligrafie- und Illustrations-Label, sah sich mit veraltetem Dekor, heruntergekommenen Zimmern und ungünstigem Grundriss konfrontiert. Doch ausgestattet mit Stift, Papier und sonniger Inspiration aus Kalifornien und Florida, holte sie zusammen mit ihrem Mann Michael das Haus in die Gegenwart.

 

Aller Anfang ist schwer

Hinter dieser pfirsichfarbenen Haustür verbirgt sich ein komplett renoviertes Interior. Doch vor dem Umbau war es einfach nur ein heruntergekommenes viktorianisches Haus. „Es sah irre veraltet aus, alle schönen historischen Details waren entfernt worden. Das Badezimmer befand sich im Erdgeschoss und die Hintertür wurde nur von einem kleinen Türriegel und Schraubenzieher zusammengehalten.”

Es geht aufwärts

Ein Immobilienmakler würde natürlich nie ein Schlafzimmer aufgeben (je mehr, desto höher der Wert der Immobilie in London), aber Chiara hatte andere Ideen: „Das Haus hatte ursprünglich drei Schlafzimmer im Obergeschoss, wir verlegten aber das Bad nach oben.” Und das wird nicht die letzte Eingriff in die Struktur des Haus gewesen sein: „Nächstes Jahr würden wir gern den Dachstuhl ausbauen.”  

Kleine Planänderungen

Ein leeres Blatt Papier ist für die meisten eine unangenehme Herausforderung, Chiara aber zückt immer schnell den Stift. Sie hat viel Zeit damit verbracht, das Haus zu zeichnen. Ihre Ideen dann Realität werden zu lassen, das war die eigentliche Herausforderung: „Ursprünglich wollten wir die Küche in einem neuen Seitenbau unterbringen, aber dafür bekamen wir keine Baugenehmigung. Also habe ich drauflos gezeichnet und die Küche aus jedem Winkel abgebildet, um zu sehen, ob der gleiche Entwurf auch eine Nummer kleiner funktionieren könnte. Das Ziel war immer noch ein Maximum an Licht, Farbe und Funktionalität – was wir zum Glück hinbekommen haben.”

Keine Verspätungen

„Als erstes machten wir uns an die Renovierung des Badezimmers. Gleich danach folgte die Küche. Michael fand, dass ich unrealistische Deadlines aufstellte. Aber da ich selbstständig arbeite, finde ich, dass man strikte Deadlines braucht. Mein erster eigener Job war der Auftrag für eine Einladung zu einem Kabarettevent. Mir gefiel es, so einen Miniauftrag umzusetzen und deshalb gründete ich Lamplighter London als Studio für Schriftzüge, die individuell für jeden Kunden gezeichnet werden.”

Hotel California

Das Paar wollte ein Zuhause, das entspannt und freundlich wirkt. Entscheidend war dafür die Wahl der Farben. „Da sind wir gerne mutig – wir mögen intensive, ruhige Farben. Als Inspiration dienen meistens die Natur und der Himmel. Wir lieben die langsamen Sonnenuntergänge, wie es sie in Italien und Kalifornien gibt.” Nicht nur die Farbtöne tragen zu dem hohen Wohlfühlfaktor bei: „Von unserem Schlafzimmer geht direkt eine Tür ins Bad. Das ist der ultimative Luxus – es ist wie einem Hotel.”

Klare Prioritäten

So wichtig den beiden auch die Atmosphäre war, Stil und Funktion sollten nicht zu kurz kommen. „Wir besaßen ein MADE.COM Schlafsofa. Es war das schönste Modell, das wir finden konnten und ein Freund hatte es uns empfohlen. Und ich liebe den grünen Samtsessel Cecil. Er passt perfekt in unsere Lesenische.”

Schön und praktisch

„Für unseren Essbereich suchte ich nach einem dramatischen Design im Industrial-Style. Da war die Ogilvy Pendelleuchte perfekt. Sie ist außerdem praktisch, da der Lampenschirm höhenverstellbar ist.”

Studieren geht über probieren

„Ich würde jedem raten, eine Weile in einer Wohnung zu leben, um die Lichtverhältnisse zu studieren und die Funktion eines Raums zu definieren, bevor irgendwelche Farbentscheidungen getroffen werden. Der schlimmste Fehler wäre es, viel Geld für Trends auszugeben und dabei den persönlichen Geschmack komplett zu ignorieren.”

Arbeitsteilung

Chiara und Michael lieben es, Gäste in ihr neues Zuhause einzuladen. „Bei Essen und Trinken gehen wir gerne in die Vollen. Michael übernimmt die Cocktails und ich als Italienerin starte immer mit einem Antipastiaufstrich, auf den etwas Großes zum Teilen folgt. So haben diese Dinners etwas von einem Familienabend.”

Die Karten sind auf dem Tisch

„Zu Weihnachten kenne ich bei der Tischdeko keine Zurückhaltung. Ich zeichne die Platzkarten für jeden Gast mit einer persönlichen Note. Feine Tischdecken und -Sets sind wichtig, genauso schöne Gläser, frische Blumen und natürlich Kerzen.”

Gut verpackt

„Ich liebe Weihnachten, deshalb halte ich mich auch nie beim Verpacken zurück. Letztes Jahr gestaltete ich zum ersten Mal Geschenkpapier. Jeder bekam zudem handgeschriebene Namensschilder und Grußkarten. Es ist einfach schön, Geschenke mit einem persönlichen Touch zu versehen.”

Busy busy

Zusammen mit Papier entwickelte ich eine Kollaboration, bei der Leute Einladungen online individualisieren konnten. Außerdem konzipierte ich mit Adobe eine Workshop-Serie, in der ich die Grundregeln für das Digitalisieren von Buchstaben durch Scannen vermittelte. Danach trat ein Verleger an mich heran, um ein Buch basierend auf meinen Workshops zu entwickeln – erfreulicherweise läuft das richtig gut.”

Autor: Carly-Ann Clements
Fotograf: Liz Seabrooke

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