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Die feine englische Art: Tradition trifft Moderne in diesem Londoner Townhouse

Die feine englische Art: Tradition trifft Moderne in diesem Londoner Townhouse

Man läuft fast daran vorbei. Aber versteckt hinter der unscheinbaren Fassade eines viktorianischen Ladengeschäfts im Herzen von Chelsea, verbirgt sich eine Oase der Ruhe und des guten Geschmacks. Edle Textilien, charmante Antiquitäten, ein blühender Garten und maßgefertigte Holzarbeiten kommen zusammen in einem Interior, das sich traditionell-britisch und dabei sehr modern anfühlt. Annabel Jack, MADE.COMs Commercial Director, kreierte das elegante Design dieser 300 Quadratmeter in nur acht Monaten. Wir haben sie in dem liebevoll gestalteten Familienzuhause – wo Annabel mit ihrem Mann James, den Kindern Robbie und Annie, Baby Theodore und dem sehr quirligen Welpen Olive lebt – besucht um herauszufinden, wie klassisch so effektvoll werden kann.

Das Haus ist ein für London typisches Townhouse aus dem 19. Jahrhundert, dem es trotz seines Alters gelingt zeitlos und wohnlich, vornehm und dennoch gemütlich zu sein. Die viktorianische Architektur mit steilen Treppen, fast labyrinthischem Grundriss und unzähligen Nischen und Alkoven bekommt von Annabel ein merklich modernes Update: Wir entdecken Textildesigns von Nina Campbell und Matthew Williamson und dazu ein Farbkonzept à la Country House 2.0: Tiefes Grün und Blau neben blassem Gelb und Grau.

„Ich mag Herausforderungen. Und zum Glück für mich, brauchte dieses Haus vor unserem Einzug eine Komplettrenovierung. Als wir Anfang des Jahres heirateten, zogen mein Mann James und seine Kinder zu mir nach London – und diese Stadt kann einen echt überwältigen, wenn man an die Idylle der englischen Landschaft gewöhnt ist. Das Ziel der Renovierung war also, ein Zuhause zu schaffen – ein Ort, an dem wir alle eine Familie werden können.“

Mission voll und ganz erfüllt: James’ Tochter Annie half mit der Wahl der Farben und Textilien in den Kinderzimmern („Sie ist sagenhaft kreativ und mit ihr an diesem Projekt zu arbeiten war toll!“), der Grill im Garten wurde von Annabel’s Vater gebaut und das gesamte Kellergeschoss ist als Rückzugsort für Annie und Robbie gedacht, wo sie in Ruhe Hausaufgaben machen oder mit Freunden auf großen Sofas lümmeln können.  

Herz und Seele des Hauses ist der große mit Hortensien und Blauregen bepflanzte Garten: „Ich finde, der Garten könnte auch zu einem Cottage auf dem Land gehören – was auch der Grund war, warum wir gerade dieses Haus kaufen wollten. Der Rasen ist groß genug um hier Fußball zu spielen; so was gibt es ja kaum noch in London. Für uns ein echter Glücksfund.“

„Mein Konzept für das Interior? Ein cooles, lebendiges Familienzuhause, mit dem sich auch Teenager anfreunden können. Das Ergebnis ist ein ziemlich guter Mix aus eklektischen Möbeldesigns, aber ich finde es sind die Farben und Prints, die den Look modern werden lassen.”  

Annabel hatte für das Projekt einen präzisen Plan: „Ich wusste genau, was ich wollte – andere Ideen hatten da kaum eine Chance.” Was sie bei der Sanierung trotzdem gelernt hat? Erklärt sie uns jetzt:

Vertraue den Experten

„Das Wohnzimmer ist definitiv ein Ergebnis erfolgreicher Teamarbeit. Freunde von mir haben gerade ein Studio für Interior-Design gegründet: Turner Pocock.” Gemeinsam mit den Designern kreierte Annabel ein dunkles, stimmungsvolles Konzept für das Wohnzimmer – ein Look, der fast an ein Boudoir erinnert, mit Sofas im Chesterfield-Stil, tintenblauen Wänden und eleganten Messingdetails. „Das dunkle Blaugrün habe ich auf Instagram gesehen und sofort gewusst, dass das meine Farbe ist. Tuner Pocock ließen sich dann von dem Farbton inspirieren.”

Trau dich an Statement-Farben ...

„Meine Designer haben mich nicht nur davon überzeugt, das intensive Blaugrün zu verwenden, sondern auch davon, alle Wände, jedes Regal und sämtliche Schränke damit zu streichen. Ein gewagtes Konzept, das dann aber zum Fahrplan für den Rest des Interiors wurde – Blau und Grün habe ich am Ende in fast jedem Zimmer verwendet.”  

… und balanciere den Look mit modernen Textilien

„Dazu wollte ich schöne Stoffe und Textilien. Ich liebe wirklich alle Samtdesigns von MADE – es war wahnsinnig schwer, nur ein paar wenige auszuwählen. Scott, Julianne und Cecil durften am Ende bei uns einziehen. Die Qualität ist einfach super und der Samt sieht toll aus vor den dunklen Wänden.“   

In solide Basics investieren

„Das mag seltsam klingen, aber mein größter Luxus waren die Holzarbeiten: Regale, Sockelleisten, Einbauschränke – alles neu und nach Maß. Aber die Investition lohnt sich, da das Ergebnis eine tolle Basis fürs Styling ist und irgendwie einen roten Faden im Haus kreiert. Im Fernsehzimmer etwa ist der Look etwas mehr industrial mit Holzpaneelen, MADEs klassischen Haywood Stühlen und Neonleuchten. (Ich liebe sie, ich wünschte, wir würden unsere eigene Kollektion launchen!)”      

Sei entschlossen

„Ich folge sehr vielen Textildesignern auf Instagram, die mich zu sehr genauen Moodboards inspirierten. Ich bin sehr entschlussfreudig und habe nicht lange hin und her überlegt, das hätte viel zu lange gedauert. Das Konzept für James’ Homeoffice war zum Beispiel sofort klar. Als Entrepreneur und Investor braucht er auch hier einen funktionalen Arbeitsplatz.” Das Ergebnis? Ein Office mit gediegenem Holztisch, viel Regalfläche und einer frischen Farbpalette in Blau.

It’s all about quality patterns

Selbst Blumentapeten können mit den richtigen Mustern und Farben zum modernen Designstatement werden: „Tapeten waren ganz oben auf meiner Wunschliste. Ich habe selbst die Abstellkammer und die meisten Badezimmer tapeziert – das scheint vielleicht übertrieben aber ich finde es cool und warum sollten nicht auch solche Räume wunderschön designt sein statt rein funktional?”  

Farbige Textilien mit neutralen Tönen mixen

Opulente Textilien haben einfach Charme. Aber wem der Look etwa im Schlafzimmer etwas zu viel ist, mixt die schönen Stoffe mit neutralen Farben. Das sieht auch Annabel so: „Eine Freundin machte den Vorschlag, gedeckte Töne zu verwenden, um die Wirkung der Statement-Textilien etwas zurückzunehmen. Für das Kopfteil unseren Bettes habe ich mich sofort in die Idee verliebt, ein intensives Buttergelb mit einem hellen Vanilleton zu mixen. Es ist so eine sonnige Kombination und macht mir schon am Morgen gute Laune.”   

„Ich LIEBE das Ergebnis der Renovierung. Es war so ein besonderes Projekt. Mein stolzester Moment war, als Robbie von der Schule nach Hause kam, durch die Eingangstür spazierte und sagte: ‚Ich liebe dieses Haus.‘ Das von jemandem zu hören, dem die Idee in London zu leben anfangs gar nicht gefallen hat – es hat mich so glücklich gemacht.”  

Autor: Lisa Wenske
Fotograf: Veerle Evens

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