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Freddie und Mina vor ihrem Haus in London

Toll verputzt und smart genutzt: Das 70m²-Haus von Freddie und Mina

Für ihr kleines viktorianisches Haus improvisierte Mina Holland, Redakteurin des Food-Magazins des Guardians, ein neues Rezept. Zusammen mit ihrem Partner Freddie stellte sie beim Runterreißen der alten Tapeten fest, dass der Putz darunter wunderschön war. Also ließen sie das Streichen einfach bleiben. Und so wurde der leicht gefärbte Putz zur frischen Zutat für einen einladenden Wohlfühl-Stilmix aus Alt und Neu.

Auf den Putz hauen

„Wir lieben den Look von unbearbeiteten Materialien wie Schichtholz, Beton oder Putz. Es ist einfach schön, wenn etwas nicht ganz fertig ist.” Ihr kleines Haus mit zwei Schlafzimmern war nicht zwingend renovierungsbedürftig, aber ein bisschen Liebe und Aufmerksamkeit bedurfte es schon. Beim Planen der Renovierung stolperte Mina über einen Stil, der ihr ganzes Vorhaben veränderte. „Wir arbeiten uns an dem Haus Stück für Stück ab und da wir gleichzeitig hier wohnen, haben wir genug Zeit uns zu überlegen, wie wir es gestalten wollen und wo wir Rohmaterial einsetzen wollen. Wir haben im Wohnzimmer zum Beispiel die Tapeten runtergerissen, sodass die Wände darunter zum Vorschein kamen. Eine davon ließen wir einfach so mit ihren verschiedenen Nude-Tönen.“

Smart muss sein

„Bei nur 70 Quadratmetern muss alles gut durchdacht sein.“ Mina und Freddie wollten nicht in einem zu durchgestyltem Haus leben: „Natürlich soll alles schön aussehen, aber am Ende muss es auch praktisch sein. Deswegen wollten wir zum Beispiel viele Möbel mit Stauraum.” Genauso wichtig sind Möbel, die sich für mehrere Zwecke nutzen lassen – wie etwa das Chou Schlafsofa im Wohnzimmer.

Bitte mit Gemütlichkeit

„Beim Kauf von Möbeln achten wir vor allem auf ihre Funktionalität. Alles soll regelmäßig genutzt werden.“ Aufgrund der Raumaufteilung in dem Haus ist jeder Raum gleich groß. Umso wichtiger sind die richtigen Möbel: „Der Lars Sessel von MADE ist einfach super für eine Leseecke in unserem sehr kompakten Wohnbereich.”

Voller Leben

Auch wenn Platz Mangelware und der Grundriss eine Herausforderung ist, wollte das Paar, dass hier ihre Persönlichkeit zum Ausdruck kommt: „Ja, wir haben alles renoviert, aber es sind die Dinge, die wir hier aufstellen, die dem Haus Charakter geben: Kochbücher, Fotos, Postkarten, Krimskrams wie der Bierkrug oder Töpfereien von Freunden. All diese Objekte aus unserem Leben machen es zu „unserer“ Wohnung.”

Sichere Bank

Den Look mit rohen Materialien führen sie auch im Garten weiter. „In der Edson Bank mit einer Sitzfläche aus Beton haben wir eine echte Schönheit gefunden. Gerade Linien, ein stabiler Rahmen, und ein Design, das perfekt zum weißen Putz der Gartenwand passt. Wenn wir nicht darauf sitzen, sind es unsere Pflanzen.”

Das Herz des Hauses

„Für uns ist die Küche der wichtigste Raum in einem Haus. Hier wollten wir uns besonders wohl fühlen.” Die Arbeitsplatte aus Beton war eine Maßanfertigung, ebenso die extra hohen Wandschränke. „Wir ließen die Küche von unserem Handwerker genau nach unseren Vorstellungen bauen. Sie ist so praktisch wie schön. Der ganze Raum fühlt sich komplett anders an, seit wir ihn das erste Mal betreten haben. Kein Quadratzentimeter wurde vergeudet. Wir haben die hohen Wände optimal genutzt, da die Schränke bis an die Decke reichen.”

Mitgebrachte Ideen

Auf der Suche nach Inspiration lohnt sich anfangs immer eine Recherche in Zeitschriften und online. Aber auch „echte“ Häuser können einen auf Ideen bringen. „Für Cook, wo ich arbeite, fotografieren wir unsere Menüs möglichst immer in echten Küchen anstatt im Studio. Und manche dieser Locations waren irre inspirierend“, erklärt Mina. „Zu sehen, wie andere Leute sich einrichten, half mir dabei ein Gespür für die richtige Balance von Funktion und Style, Alt und Neu zu finden.”  

Auf Profis ist Verlass

„Unser wichtigster Tipp für jede Renovierung: Finde jemanden mit viel Wissen und halte dich an seinen oder ihren Rat. Wir hätten das hier nicht ohne unseren fantastischen Handwerker und sein Team hinbekommen. Vom Rausreißen der alten Küche bis hin zur Elektrik und Fliesenlegen – sie haben immer hervorragende Arbeit geleistet.”

Autor: Carly-Ann Clements

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