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Jenny Clemson auf dem Sofa in ihrem Wohnzimmer

Eine Klasse für sich: Jenny's Loft in London

Hohe Decken, historische Details und große Räume, die bis zu 30 Personen fassen…. Das klingt doch etwas zu gut um wahr zu sein für eine 3-Zimmer-Wohnung in London. Zugegeben, das Ganze hat ja auch einen Haken. Man muss zurück in die Schule – denn besagtes Apartment befindet sich in einem Schulgebäude, das zu einem Wohnungskomplex umgewandelt wurde. Jenny Clemson, Modedesignerin für Urban Outfitters, schreckte das nicht ab. Sie schuf ein wunderbares Zuhause mit einem bunten Mix aus Vintagemöbeln, intensiven Farben und Industrial-Flair. Gibt eine glatte 1 mit Stern von uns.…

Alte Schule

„Die Schule wurde 1876 errichtet und erst 2001 in ein Apartmentgebäude umgewandelt“, erzählt Jenny. Wie bei vielen Häusern aus dem viktorianischen Zeitalter in England sind innen und außen historische Details erhalten geblieben. Von den verspielten Schildern an der Fassade bis zu den Backsteinwänden, die Geschichte hat überall ihre Spuren hinterlassen.

Gute Grundlage

„Wir lieben, dass der Boden nicht einheitlich ist. Ein Teil ist Parkett, ein anderer Beton und der Rest wurde übermalt – dadurch gewinnt die Wohnung an Persönlichkeit“. Zu dem besonderen Charakter tragen auch die schwarzen Stahlträger der Galerie bei, die den offenen Wohnraum mit einem Touch Industrial-Style aufwerten.

Man lernt nie aus

„Als Modedesignerin beschäftige ich mich auch viel mit Kunst und Design. Dazu kommt, dass mein Partner in der Skateboard-Szene arbeitet – wieder ein anderer Einfluss. Das ist unsere erste Eigentumswohnung und ich lerne immer noch dazu, was das Einrichten betrifft. Der Stil entwickelt sich ständig weiter – genauso wie unsere Familie.“

In die Ecke

Auch einer Wohnung im Industrial-Style tut es gut, mit weichen Kanten, edlen Materialien und gemütlichen Designs softer zu werden. „Wir haben uns den Margot Sessel zugelegt, da er sowohl schick aussieht als auch bequem ist. Die Ecke ist jetzt ein toller Platz, um gemütlich ein Buch zu lesen.”


Leuchten-ABC

„Als einen der großen Pluspunkte der Wohnung empfinde ich das Licht. Viele der Fenster blicken nach Westen und das Licht am Ende des Tages ist wunderschön. Wir wollten auch abends eine schöne Beleuchtung, weshalb wir auf viele kleine Lichtquellen setzten statt einer großen Deckenleuchte. Eine klassische, moderne Stehlampe wie Miller ist da einfach gemütlicher.“

Herzlich willkommen

„Ich finde, ein Zuhause ist auch immer ein Rückzugsort – dort sollte alles, womit man sich gerne umgibt, versammelt sein. Da ist ja jeder verschieden, manche mögen es avantgardistisch und künstlerisch, andere lieber schlicht. Am Ende zählt aber nur, dass man gerne nach Hause kommt.“

Stil Souvenirs

„Inspiration finde ich überall. Beim Reisen, in Magazinen, Vintage-Märkten, Museen, Kunstgalerien oder bei Freunden. Ich glaube, deshalb findet man bei uns auch so viele unterschiedliche Stile in der Wohnung.“

Schritt für Schritt

„Ich liebe, dass unser Apartment wie eine weiße Leinwand ist, die wir im Laufe der Jahre mit bunten Möbeln und Accessoires "bemalen" können. Ich merke allerdings, wie wichtig es ist, hin und wieder auszumisten. Mit zu viel Dekoraktion kann es schnell unordentlich aussehen. Ein paar bewusst ausgesuchte Objekte wirken besser als viele Kleinigkeiten.“

Hide and seek

Ein derart offener Wohnraum hat auch seine Nachteile: „Wenn einer von uns früh ins Bett geht und der andere aber noch Musik hören will, ist das meist zu laut.” Wenn alles frei zur Schau gestellt wird, gibt es zudem keine Orte zum Verstecken. Nun ja, fast: „Dieses Problem kann mit großen Schränken beheben. Hinter deren Türen verschwindet das Chaos. Der Ledger Schrank ist wunderbar groß. Da wir beide in der Modeindustrie arbeiten, haben wir irre viele Klamotten und die müssen ja irgendwo hin.“

Revision

Seitdem Jenny hier lebt, glaubt sie, dass es keine Standardformel für Interiordesign gibt. „Ich würde empfehlen, statt an Farbkonzepten und einem komplett aufeinander abgestimmten Look zu arbeiten, einfach nur Dinge zu kaufen, die man wirklich liebt. Wenn das alles dem persönlichen Geschmack entspricht, passt das eh alles zusammen. Wer zu sehr nur an bestimmte Styles denkt, hat am Ende eventuell ein unpersönliches Zuhause.“ Das gilt auch für Orte, die man nicht so leicht verändern kann: „Wir haben das Bad renoviert und bereuen, dass es nicht etwas charmanter eingerichtet ist. Wir dachten damals zu sehr daran, dass wir die Wohnung ja irgendwann verkaufen wollen, und vergaßen, dass wir hier leben.”

Autor: Carly-Ann Clements
Fotograf: Liz Seabrooke

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