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Jonathan Openshaw auf dem gelben Tubby Sofa

Wenig Platz, viel Stil: Das City-Apartment von Jonathan in London.

Leidenschaftliche Sammler, die in einer kleinen Wohnung leben, stehen vor der Quadratur des Kreises. Wie präsentiert man alles, was einem lieb ist, ohne dass jeder Raum zu vollgestellt wirkt? Redakteur Jonathan Openshaw hat diese Herausforderung in seiner 50 Quadratmeter Wohnung in Südlondon smart gelöst: Mit viel Gespür und strengen Auswahlkriterien verwandelte er sein Apartment in ein kleines Museum, das von seiner Familie, seinen Hobbys und einer Verbundenheit zur Natur erzählt.

Neustart

„Das Haus wurde 1937 fertiggestellt. Damals sollte es eigentlich eine Fabrik werden, aber die Anwohner leisteten enormen Widerstand gegen das Vorhaben, sodass man stattdessen Wohnungen baute.“ Es war nicht das letzte Mal, dass diese Zwei-Zimmerwohnung umgewandelt wurde. Als Jonathan sie 2015 kaufte, gestaltete er sie komplett um. „Die Vorbesitzerin lebte vermutlich seit der Fertigstellung des Hauses hier. Sie hatte fast nichts daran geändert. Ich schmiss alles Alte raus und fing von vorne an. Aber genau so ein Projekt liegt mir auch.”

Grüße aus der Natur

Mit dem Leben in der Stadt verschwindet die Natur oft ganz aus dem Alltag. Aber Jonathan fand eine elegante Lösung, um sie in sein Zuhause zu holen. „Ich liebe das Reema Bett, da ich viele Rattan- und Echtholzmöbel besitze. So fühle ich mich der Natur nahe – obwohl ich in London lebe.”

Nicht nur die Natur, auch Jonathans Familie fand in der Wohnung Platz. „Ich habe schon immer gerne Sachen gesammelt. Mein Großvater hat mir diese Box geschreinert, um meine Muscheln und Fossilien darin aufzubewahren. Ich denke, das erklärt auch meinen Einrichtungsstil: Meine Wohnung zeigt Dinge, die mir etwas bedeuten“.

Rückzugsort

Es war nicht nur die Aussicht auf ein spannendes Renovierungsprojekt, die Jonathan an dem Gebäude gefallen hat. Auch die Atmosphäre war entscheidend: „Ich liebe, wie friedlich es hier ist, obwohl wir mitten in der Stadt sind.”

Aussicht ins Grüne

„Ich sitze gerne auf dem Balkon und genieße den Blick auf die Bäume in den zugewachsenen Gärten der Nachbarn. Meine Wohnung ist im obersten Stockwerk, deshalb kommt man sich manchmal wie in einem Baumhaus vor."

Nimm's persönlich

„Ein Zuhause sollte auf jeden Fall den eigenen Charakter und persönliche Interessen widerspiegeln. Geschmack ist bekanntlich eine sehr subjektive Angelegenheit und wer immer perfekt rüberkommen will, läuft Gefahr, beliebig zu wirken.”

Kept in the family

„Meine Mutter hatte eine große Leidenschaft für Kunst und Handwerk. Mindestens zweimal im Jahr besuchte sie mit meinen Geschwistern und mir das Charleston Farmhouse in Sussex. Es ist ein unglaublicher Ort, an dem man noch in der kleinsten Nische Handwerkskunst entdeckt. Die Begeisterung meiner Mutter hat mich auf jeden Fall nachhaltig geprägt.“

Zeitlich passend

„Die Wandfarben sind alle von Farrow & Ball. Ich wollte alles sehr schlicht halten. Lime White für die Wände mit Details in Arsenic an den Türen und den Stuckverzierungen. Diese Farbkombination fiel mir im nahe gelegenen Peckham Rye Bahnhof mit seiner tollen Art-déco-Eingangshalle auf. Mein Haus sollte wohl auch diesem Stil entsprechen, also fühlte sich die Wahl der Farben passend an.”

Farbwechsel

„Ich lebe gern umgeben von viel Farbe, konzentriere mich dabei aber mehr auf die Möbel und Details als die Wände. Wenn man sich an etwas satt gesehen hat, kann man es umstellen oder rausschmeißen. So ein bisschen Veränderung tut immer gut. Die Wohnung selbst verstehe ich mehr als eine weiße Leinwand.”

Farben

„Der Raum selbst wirkt dank der Wände in Lime White und den hellen Holzdielen recht neutral, ist aber durchsetzt von Farbtupfern wie dem Tribeca Sofa in Dottergelb. Ich liebe seine Farbe, gerade im Morgenlicht. Und der Rohan Teppich passt wunderbar zum Holzboden. Sein Rosa ist so schön zart, dass ich es schon fast als einen neutralen Ton empfinde.”

Grüße von Coco Chanel

„Ich halte mich nicht gern an Einrichtungsvorschläge, aber mein Boyfriend hat mich kürzlich an dieses bekannte Zitat von Coco Chanel erinnert: „Bevor man das Haus verlässt, sollte man in den Spiegel sehen und ein Accessoire abnehmen.” Das gilt auch bei Interiors, gerade wenn man viele verschiedene Objekte ausstellt.“

Kuriose Schätze

„Für eine Eiersammlung, die ich im Dachstuhl meiner Großeltern gefunden habe, ließ ich einen Schaukasten machen. Die Sammlung geht auf meinen Ururgroßvater zurück, und jedes Ei ist mit einem handgeschriebenen Schild aus den 1870er und 80ern versehen. In dem Moment, als ich es nach dem Einzug aufhängte, fühlte sich die Wohnung wie ein Zuhause an.“

Meer Inspiration

„Es gab keinen integrierten Stauraum hier, deshalb habe ich mir Ideen aus Booten abgeschaut. Da kann man sich viel von Abgucken, etwa dass man unter jeder Sitzgelegenheit Stauraum unterbringen sollte. Außerdem habe ich ein Daybed für das Wohnzimmer aus zwei Bücherregalen gebaut.“

Handarbeit

„Mir war wichtig, dass ich die Dielen mit natürlichem Öl statt mit Chemielack einlasse. Ich habe wirklich Stunden damit verbracht, den Boden von Hand einzuölen. Es hat Tage gedauert, bis alles getrocknet war. Aber ich liebe den weichen, natürlich Effekt – es war die Mühe also absolut wert.”

Selbstgemacht

„Viele Gegenstände in dieser Wohnung habe ich selbst angefertigt. Ich habe etwa schon immer gerne mit Ton gearbeitet und gehe regelmäßig zu Abendkursen. Das Geschirr stammt von mir, genauso wie die Fischteller oder die Seeanemonen-Anhänger.”

Autor: Carly-Ann Clements
Fotograf: Anton Rodriguez

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