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Joost Janzen auf einem Sofa mit gelbem Print

Pretty in Print: Textildesigner Joost zeigt uns sein buntes Zuhause in Amsterdam.

Nein, es überrascht nun wirklich nicht, dass Joost Janszens Wohnung speziell und geschmackvoll aussieht. Der niederländische Textildesigner kann sein Gespür für grafische Looks von Stoffen auch auf Interiors übertragen. Der beste Beweis: Sein Apartment in einem Mietshaus im Stil der Amsterdamer Schule, in dem er mit seinem Partner Martijn lebt. Das Paar, das zuvor als Hausbesetzer in einem ehemaligen Bordell wohnte, renovierte die 100-Quadratmeter Wohnung komplett. Aber so ganz fertig sind sie dabei nie: „Der Look verändert sich ständig. Dinge kommen und gehen.“ Willkommen in einem Zuhause, das sich immer weiterentwickelt und in dem Farben die Hauptrolle übernehmen.  

Das Experiment

„Als wir die gelbe Brisa Leinenbettwäsche kauften, wollten wir gleich das ganze Gästezimmer umgestalten. Die hellgelben Wände wurden mit einem zarten Grau überstrichen, dazu kamen graue Dielen und weiße Türrahmen. Wir lieben es, mit Farben und Materialien zu experimentieren. Mein Rat: Probieren geht wie immer über studieren.“

Ständiger Wechsel

„Ich würde unser Interior als recht verspielt beschreiben. Wir testen gerne neue Dinge, oft sind das aber nur ein paar Accessoires und andere Kleinigkeiten. Wenn man sich dann an etwas sattsieht, lässt sich das unkompliziert austauschen. Bei uns bleibt nichts lange an einem Platz.”

Guter Abschied

Joost hat das Glück, einen Dachboden zu besitzen, auf dem er viele Dinge verstauen kann. Ansonsten hat er sich eine strikte Regel aufgestellt: „Man muss sich trauen, von Dingen Abschied zu nehmen. Aussortieren ist wichtig. Und bloß keine extra Schränke kaufen. Ein schönes, großes Modell sollte völlig reichen, dazu dann höchstens noch ein kleines als Blickfang.”

Selbstgemacht

„Die Bettdecken im Schlaf- und Gästezimmer haben wir mit der Brisa Leinenbettwäsche von MADE.COM bezogen. Die Farbe passt so gut zu meinen eigenen Designs und auch die Qualität stimmt. Darauf achte ich immer besonders. Hier gibt es fast keine industriell gefertigten Dinge, da ich lieber selbst Hand anlege. Ich finde es klasse, wie viele Menschen sich dafür interessieren, wie etwas hergestellt wird – gerade im digitalen Zeitalter.”

Neues Rezept für die Küche

„Die alte Küche haben wir rausgerissen, die neue haben wir selbst entworfen. Sie war mit Abstand die größte Investition – das orange Furnierholz, der gefleckte Epoxidboden und die Arbeitsflächen aus Marlan. Ich halte mich gern in einer visuell stimulierenden Umgebung auf, deshalb die Orange-Blau-Kombination. Ich muss mich immer ein wenig dazu zwingen, beim Einrichten nicht die praktischen Aspekte zu vergessen.“

Gastfreundlich

„Ein wenig stolz bin ich schon auf unser Zuhause, insofern laden wir auch gerne Gäste ein. Eigentlich haben wir jede Woche Besuch zum gemeinsamen Kochen, Essen und Trinken. Und für jeden haben wir Platz. Insbesondere jetzt, wo wir für die Cornell Stühle endlich den richtigen Ort gefunden haben: im Gästezimmer und am Esstisch. Vorher sind sie heimatlos durch die Wohnung gewandert.“

Von Analog zu Digital und wieder zurück

„Jedes Jahr versuche ich ein Muster für die Sofas zu entwerfen, das dann als Grundton für die restliche Einrichtung dient. Für gewöhnlich finde ich Inspiration in Mode und Kunst. Das Resultat ist immer sehr bunt und ausdrucksstark. Ich kenne keine kreative Zurückhaltung. Ich liebe es, Dinge selbst anzufertigen, wobei ich analoge und digitale Techniken einsetze. Der aktuelle Print entstand beim Digitalisieren von Ausschnitten und Bildern, die unterschiedliche Oberflächen zeigten.“

Taff mit Ted

„Im Wohnzimmer wollten wir einen etwas kontrastreicheren Look, darum haben wir uns für die schwarze Ted Lampe entschieden. Dazu passen auch die dunklen Esstischstühle. Der Dorso Hocker trägt ein bisschen Farbe bei. Die gelben Details fand ich so ansprechend, da sie meine Prints perfekt ergänzen.”

Die Macht der Farben

Joost ist fest davon überzeugt, dass Farbe am allerwichtigsten für ein gelungenes Interior ist: „Das gefällt mir so gut an vielen MADE Produkten: der smarte Einsatz von Farben. Etwa bei dem großen Jago Teppich, dessen leuchtendes Orange zusammen mit dem Sofa einen Fixpunkt im Raum bildet.”

Nah am Wasser gebaut

„Ich liebe diese Wohnung für ihr helles Licht und den Blick über den Amstel Kanal. Wir leben in einem ruhigen Stadtteil, aber sind trotzdem nicht weit weg vom beliebten und lebendigen De Pijp Viertel. Hier in Nieuwe Pijp verändert sich derzeit viel und immer mehr schöne Lokale eröffnen. Zum Essen würde ich das Restaurant Firma Peekelharing empfehlen, für ein Glas Wein das Glou. Und das La Maria – klein, gemütlich und der beste Italiener weit und breit. Auch lohnenswert: Ein Spaziergang durch die Gegend, um die Gebäude im Stil der Amsterdamer Schule zu bewundern. Zu den Highlights zählen das Berlage Lyceum, der Dageraad Komplex und der Coöperatiehof.”

Autor: Wided Bouchrika
Fotograf: Jordi Huisman

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