Josephine und Philipp in ihrer Berliner Wohnung

    Von teilsaniert zur Traumwohnung: Das Berliner Apartment von Josi und Philipp

    So wirklich bezugsfertig war die Wohnung nicht, als Josephine und ihr Freund Philipp den Mietvertrag unterschrieben. „Teilsaniert” heißt das dann im Maklerdeutsch. Doch davon ließ sich das Berliner Paar nicht abschrecken. Vielmehr nahmen die beiden die Situation als Chance wahr, die Altbauwohnung ganz nach ihrem Geschmack zu gestalten. Das Ergebnis: ein lichtdurchflutetes Interior mit dramatischen Wänden, modernem Design und alten Liebehaberstücken.

    Da muss man nochmal ran

    „Dank der Bauarbeiten konnten wir einen Großteil der Räume neu verputzen lassen. Der Boden war leider in keinem guten Zustand, sodass wir alle Sockelleisten sowie den Fußboden im Flur geschliffen und neu gestrichen haben. Die schwarze und unverputzte Wand hatten wir schon länger im Kopf, da beide farblich sehr neutral wirken. Als wir Freunden erzählten, was wir vorhatten, konnte sich das niemand außer uns vorstellen und nun sind alle begeistert."

    Gutes Timing

    Es ist nie leicht, die passende Wohnung zu finden, aber das Paar genoss einen großen Vorteil: Es stand nicht unter Zeitdruck: „Wir hatten Glück und suchten nur drei Monate. Und das für diese Wohnung und Berliner Verhältnisse! Wir fanden sie wider Erwarten auf Immoscout. Allerdings mit dem Hinweis, dass sie aufgrund von Restaurierungsmaßnahmen einige Monate nicht bewohnbar sein wird. Das schreckte viele Interessenten ab.”

    Objekt der Begierde

    Philipp: „Josi wollte immer schon einen Schminktisch haben. Wir recherchierten sehr lange nach einem schönen Modell und sind bei Made.com fündig geworden. Bei Penn und uns war es Liebe auf den ersten Blick.”

    Interior-Upgrade

    „Da wir nun berufstätig sind, haben wir uns fast komplett von unserem Studenten-Mobiliar getrennt und nur ganz wenige Möbelstücke mitgenommen - die Couch und zwei Regale. Nach einem Jahr hier sind wir fast fertig. Wir erwarten ein Baby - deshalb ist nun das dritte Zimmer dran.”

    Klarer Favorit

    „Unser Lieblingsrsaum ist das Wohnzimmer mit dem kleinen Balkon, der Fensterfront, dem Zugang zum Flur und der großen Doppeltür zum Schlafzimmer. Eine Wand haben wir schwarz gestrichen – dadurch bekommt der Raum noch mehr Tiefe.”

    Alles zu seiner Zeit

    Beim Einrichten befolgten Philipp und Josephine auch einen guten Ratschlag von Bekannten:„Sie meinten, dass man die Wohnung erst fühlen und sich einleben muss, bevor man einrichten kann. Wir hätten am liebsten noch Wochen vor dem Einzug alles besorgt, aber viele Dinge kann man erst entscheiden, wenn man die Wohnung tatsächlich bewohnt. Geduldig sein lautete die Devise!”

    Frisches Grün

    „Pflanzen bringen Leben in die Wohnung und dienen bei uns zudem als farblicher Kontrast. Deshalb steht auch immer ein frischer Blumenstrauß auf unserem Tisch", erzählt Josephine. Philipp ergänzt: „Wir laden hier auch gerne ein. Zum Beispiel zum gemeinsamen Kochen oder Frühstücken an unserem großen Wohnzimmertisch. Die Einweihungsparty steht allerdings noch aus.”

    Gut improvisiert

    Die ersten Wochen in ihrem neuen Zuhause waren nicht immer ganz einfach: „Wir mussten den Zustand aushalten, dass eben nicht alles sofort perfekt sein kann. So stand unser neuer Kühlschrank erst im Wohnzimmer, da die Fliesen in der Küche erst drei Wochen nach Einzug gemacht worden sind. Außerdem hatten wir einen Monat keine Küche. So kochten wir mit einem kleinen Kochfeld im Bad und gingen viel auswärts essen.”

    Fabelhaftes Fundstück

    „Wir haben sehr lange nach einem Vintage-Sideboard für den Flur gesucht – wir hatten da unsere exakte Wunschvorstellung: Sideboard mit Vase und Spiegel –und sind dann vor unserem Umzug auf Ebay Kleinanzeigen fündig geworden. Der Vorbesitzer stand kurz vor der Auswanderung und gab deshalb dieses dänische Sideboard im super Zustand für eine faire Summe ab.”

    Liebe auf den ersten Blick

    „Wir waren zur Besichtigung in der Wohnung und wussten: die oder keine. Klingt kitschig, aber genauso war es. Lage, Größe, Ausstattung, alles ist genauso, wie wir es und wünschten. Das ist fast zu schön, um wahr zu sein”

    Autor: Marius Thies
    Fotograf: Mirjam Wählen

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