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Katrin Swartenbroux in ihrer Wohnung in Antwerpen

Dream of Californication: Ein Loft in Antwerpen im L.A.-Style

Katrin Swartenbroux bewunderte schon lange den coolen Look der 70er-Jahre Villen von Los Angeles. Als die Chefredakteurin des belgischen Lifestyleportals Weekend.be in ein Loft in Antwerpen zog, war klar, dass ihr Look von dem Retro-Style inspiriert sein würde – samt Dinosauriern und Tiefseemonstern. „Es fühlt sich ein bisschen komisch an, in dieses Viertel zu ziehen. Inzwischen liebe ich es hier aber. Berchem befindet sich jenseits der Avenues und bietet ein tollen Mix von Kulturen und Generationen. Und junge Leute haben hier die Chance, alte Stadthäuser liebevoll und mit Bedacht zu renovieren.” Genau das hat auch Katrin getan.

Alter Däne

„Mit einem Sessel wie dem Cecil liegt man nie daneben. Er könnte fast ein Sessel von Opa sein, sowie er aussieht und sich anfühlt. Zudem ist er wunderbar bequem und dank dem leicht dänischen Look wirkt er absolut zeitgemäß.”

Fun Facts

„Ich habe diese Dinosaurierfiguren nicht gekauft, weil sie derzeit angesagt sind. Ich habe sie in meinen alten Spielzeugkisten gefunden und meine Favoriten stehen jetzt hier. Ich weiß von allen den lateinischen Namen und wie schnell sie rennen können.”

Spontan aufgetaucht

„Man würde es nicht vermuten, aber das günstigste Möbelstück war der Delphin-Couchtisch. Freunde schickten mir als Witz ein Foto davon vom Flohmarkt, denn sie wissen, wie sehr ich Tiefseedokus liebe. Ich fand ihn allerdings nicht witzig, sondern genial und habe sofort zugeschlagen – für 5 Euro. Ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich ihn sehe.”

Ganz abstrakt

"Seine Oberfläche, die Farben – der Abstraction Teppich von MADE.COM bringt so viel Wärme in das Wohnzimmer. Mit seiner besonderen Tiefe und dem ungewöhnlichen Muster hat er mich sofort begeistert. Teppiche eignen sich hervorragend dazu, Räume unkompliziert zu unterteilen. Oft reicht schon, einen Teppich an eine andere Stelle zu legen: Auf einmal ist eine gemütlich Ecke dort, wo man davor einfach nur durchgelaufen ist.”

Wahre Kunst

„Die Dielen sind aus heller Eiche, ich habe sie aber dunkelgrau gestrichen. Bei 200 Quadratmetern kein leichter Job. Und wenn man einfach über das Holz pinselt, verschwindet die Maserung. Der Parkettexperte traf die Farbe nicht richtig und der Boden sah zu dunkel und warm aus. Deshalb habe ich den Job an einen Künstler abgegeben. Er hat eine Art Wasserfarbe verwendet, die der perfekte Schwarzton wurde. Der Boden ist jetzt etwas sensibel und das Holz absorbiert die Farbe mit der Zeit. In ein paar Jahren müssen wir alles nochmal machen.”

Must have

„Ich habe mich für die Tangle Deckenlampe entschieden, da sie auch einen großen Raum erhellen kann. Ein absolutes Muss in dieser Wohnung.”

Aus einer anderen Zeit

„Wer sich für einen neutralen Hintergrund wie Weiß oder Schwarz entscheidet, hat viele Möglichkeiten zu experimentieren. Im Schlafzimmer haben wir diese aufwendig bestickten Vorhänge. Die waren eine Maßanfertigung für meine Urgroßmutter und ich hatte schon als Kind ein Augen auf sie geworfen. Sie erinnern mich an Vorhänge in Schlössern und ich kann mir nicht vorstellen, sie je wegzugeben. Sie sind ein echtes Erbstück, das mir sehr am Herzen liegt.”

Old with the new

„Der Cornell Schreibtisch kombiniert wunderschön modernes Design mit Midcentury-Stil. Er passte prima zu den Möbeln, die ich bereits hatte. Sein warmes, glattes Holz ist auch einfach guter Kontrast zu den kühlen, dunklen Fußbodendielen.”

Magazin-Junkie

„Ich bin so jemand, der Dinge in Magazinen anstreicht, Artikel rausreißt und zig Ausrufezeichen neben interessante Ausschnitte setzte. Ich habe ein paar Abos, aber die meisten Hefte kaufe ich am Kiosk. Manchmal spricht mich ein cooles Cover, aber eigentlich geht es mir um den Inhalt. Als ich vor vier Jahren einen Burnout hatte, hat mir das sehr geholfen – einfach von diesen Zeitschriften umgeben zu sein. Ich habe gelernt, dass geniale Ideen in kleine Ideen stecken. Etwa in einer kreativ umgesetzten Story über Sonnencreme. ”

Familienwerte

„Mein Vater ist Innenarchitekt und obwohl unser Geschmack total verschieden ist, kommt meine Liebe für Interior-Design definitv von ihm. Er hat mir beigebracht, dass es sich lohnt zu warten und  Geld zu sparen für ein Designermöbel statt auf eine billige, schlechte Lösung zu setzen. Oder sich damit auseinanderzusetzen, wie etwas hergestellt wurde. Dieses Apartment lebt von seiner Mischung aus Ikea, Vintage-Stücken und Design, für das ich wirklich Geduld beweisen musste.”

Gründlich recherchiert

„Ich liebe Zeitschriften. Da ich viel zu wenig Platz habe, um alle Hefte aufzuheben, muss ich kuratieren. Dabei hilft mir dieses Karousel. Ich habe ewig nach so etwas gesucht. Ich war auf irre vielen Second-Hand-Websites und überall gabe es nur Wandregale. Am Ende wurde ich in den Niederlanden fündig. Ich war wirklich schon in ganz Europa auf der Jagd nach verrückten Dinge…”

Untrennbar

„Ich finde die größte Herausforderung war es, den perfekten Esstisch zu finden. Das jetzige Modell hat mein Vater entworfen und ist von Jean Prouvé inspiriert – einer meiner Lieblingsdesigner. Obwohl die mintgrünen Tischbeine eigentlich nicht mehr in mein aktuelles Interior passen, kann ich mich nur schwer davon trennen.”

Cosy corner

„Ich besitze viel zu viele Bücher und habe kein echtes Bücherregal, um sie schön zu präsentieren. So etwas passt einfach nicht in eine offene Wohnung. Nicht jedes meiner Bücher  ist wunderschön, aber man soll ein Buch ja nicht nach seinem Cover beurteilen. Ich liebe zum Beispiel die „I Heart” Reihe von Lindesy Kelk. Sie schreibt so unterhaltsam, dass man das Pastellcover mit der schnörkeligen Schrift gleich vergisst.”

Zu Besuch in Berchem

„Ich rate jedem Antwerpen-Besucher, das Tourizentrum zu verlassen und nach Berchem zu kommen. Das Café Bazaar, Bar und Restaurant in einem, etwa hat eine nette Terrasse gleich neben dem Bahnhof. Dort gibt es herorragenden Wein, exzellente marokkanische Pfannkuchen und gute Playlists. Dann ist da noch Plant Corner, gleich hier um die Ecke – der Himmel für alle Pflanzenfans. Ich bin auch irre neidisch auf deren Wand in dem gleißenden Blau. Meine Lieblingsshops in der Gegend: De Walvis, Modest Furniture, Host Concept, Dageeraadplaats, Orso Pizza, Fosbury & Sons. Und der MADE Pop-Up Showroom.”

Autor: Wided Bouchrika
Fotograf: Jordi Huisman

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