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Lulu Roper-Caldbeck in ihrem Wohnzimmer in ihrem Haus in London mit offener Terrassentür im Hintergrund

Graphic Design: Starke Muster treffen auf Vintage-Flair im Zuhause von Lulu

Ihre Karriere ist so bunt wie ihr Zuhause: Lulu Roper-Caldbeck arbeitete als Designerin für Modeikone Paul Smith und eröffnete danach den Design-Shop „Darkroom”, der in London Kultstatus erreichte. Letztes Jahr wurde „Darkroom” zu einem E-Commerce weiterentwickelt und Lulu fand Zeit für das nächste Projekt: Gartengestaltung. Wir haben sie vor kurzem in ihrem Haus besucht, in dem sie mit Mann Marcus, Sohn Oscar und der Katze Pearl wohnt. Uns hat Lulu im Interview verraten, wie sie ein denkmalgeschütztes Gebäude mit Brandschäden in ein Zuhause mit einzigartigem Flair verwandelte.

 

Selbstgemacht

„Bis auf die Wasser- und Stromleitungen hat eigentlich alles Marcus selbst gebaut – mit Hilfe von YouTube-Videos. Da das Haus so alt ist, enthielt der bestehende Wandputz zum Teil Pferdehaare – und selbst diese alte Technik konnten wir uns beibringen.”

Go green

„Wer sich für Interiordesign interessiert, für den sind meist auch Gärten ein Thema. Nachdem wir den Laden geschlossen haben, konnte ich mich endlich richtig mit dem Thema auseinandersetzen..”

Stilmix

„Mein Stil ist ein guter Mix: Mir gefallen strukturierte Gärten und Formschnitthecken sehr, auch wenn das nichts für meinen eigenen Garten wäre. Ich liebe es, traditionelle Konzepte mit etwas wilderen Pflanzen aufzumischen – mit viel Farbe und verschiedenen Strukturen.”

Künstlerhaus

„Unser Zuhause ist wie eine Ausstellung – mit Kunst von Marcus an den Wänden und den Darkroom-Produkten auf Ablagen oder Regalen. Durch den Laden hatte ich mit so viel spannendem Design und so vielen talentierten Kreativen zu tun, dass ihre Arbeiten langsam dieses Haus füllten. Wir konnten zum Glück auch eigene Produkte herstellen lassen, was besonders viel Spaß gemacht hat. Die Decken, Kissen, Teller, Kerzen und Prints sind hier überall verteilt.”

Kein Stress

„Ich halte es für einen der größten Fehler beim Einrichten, wenn ein Haus zu konzeptionell wirkt. Wir haben natürlich so viel Zeug, da fällt es leichter, einen individuellen Look zu erstellen. Aber am Ende muss man sich Zeit nehmen. Einfach nur viel Geld in die Hand zu nehmen und dann alles im Eilverfahren umsetzen, das fühlt sich für mich falsch an. Ich mag die Idee, einen Raum über Jahre weiterzuentwickeln, Dinge umzustellen, sodass alles etwas lockerer und wohnlicher wirkt. Nicht alles muss perfekt sein.”

Do it yourself

„Meine Mutter arbeitete früher als Interior-Designerin. Als Kind beobachte sie immer, wie sie neue Maltechniken ausprobierte, alte Möbel restaurierte oder einfach Dinge im Raum umstellte. Sie packte am liebsten selbst mit an statt jemanden mit den Arbeiten zu beauftragen. Die Einstellung habe ich wohl von ihr geerbt.”

Back to black

„Ich habe so viele Wandfarben ausprobiert – und so viele gehasst. Im Keller wollte ich glänzende Wände. Deshalb probierten wir einige hellere Farben aus und lackierten dann drüber. Am Ende entschieden wir uns dann für Schwarz. Nach so vielen Versuchen war das am einfachsten.”

Auf Linie

„Mein Büro hier ist winzig. Wir haben nur einen Schreibtisch und eine Lampe von MADE in eine der Zimmerecken gestellt. Der Tisch ist mein liebstes Produkt von MADE, viele andere Schreibtische waren mir zu sperrig. Mir gefallen die geraden, schlanken Linien und durch den Mix von Holz und Leder entstehen schöne Kontraste.”

Schnelle Veränderung

„Mit einer neuen Wandfarbe lässt sich ein Zimmer am leichtesten updaten. Das Büro habe ich vor Kurzem in einem intensiven Grün neu gestrichen. Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell sich so ein Raum komplett verändern lässt.”

Blühende Landschaften

„Ich glaube, der Trend zu mehr Zimmerpflanzen wird noch lange nicht aufhören – die Leute werden mehr unterschiedliche Arten ausprobieren. Ich blättere gerne durch das schon etwas ältere Buch „Decorating with Houseplants” von Terrance Conran. Viele Trends aus den 80ern kehren gerade zurück: Spinnenpflanzen, Zimmerbäume wie ein Ficus, Trockenblumen oder die Wände und Gänge mit Kletterpflanzen wie Efeu oder Passionsblumen zu begrünen.”

Absolut berechenbar

„Bei den Fliesen in der Küche haben wir uns etwas gegönnt. Wir mussten dafür nicht nur unser kleines Budget ein wenig strecken. Marcus hat auch alles so geplant und verlegt, dass er keine Kante schneiden musste. Das erforderte viel Geduld und Mathematik!”

Alles im Rahmen

„Ein echtes Schnäppchen hingegen war der Schrank im Schlafzimmer – das Gerüst ist ein billiger Kleiderschrank und für die Schiebetüren haben wir den Stoff wie bei einer Leinwand über einen Rahmen gespannt.”

Zu viel Papierkram

„Ich würde nicht nochmal ein denkmalgeschütztes Gebäude kaufen. Von dem Bauantrag bin ich immer noch traumatisiert. Wir hatten einen Zeitrahmen und ein Budget im Kopf, aber dann tauchen immer neue Probleme mit der Baugenehmigung auf, die man nicht kontrollieren kann. Vieles davon ist nicht logisch – warum darf man zum Beispiel nicht einfach die Wände isolieren? Das sollte doch heutzutage alles leichter gehen.”

Kontrastreich

„Ich liebe diese geflochtenen Details an den Lyra Gartenmöbeln. Ansonsten ist dieser Bereich ja geprägt von dem starken Schwarz-Weiß-Kontrast. Da ist es schön, dass die Möbel etwas weicher und individueller wirken.”

Einfach ausprobieren

„Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich risikofreudig bin. Wenn etwas nicht klappt, kann man ja einfach etwas anderes ausprobieren. Alle meine Entscheidungen lassen sich leicht rückgängig machen.”

Autor: Pat McNulty
Fotograf: Ben Anders

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