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Maartje Diepstraten am Esstisch in ihrer Wohnung in Amsterdam

In 80 Stilen um die Welt: die Dachwohnung von Globetrotter Maartje

Maartje Diepstraten ist viel unterwegs. Als freie Produzentin und Gründerin der niederländischen Lifestyle-Website Barts Boekje kann sie ihre Leidenschaft für Reisen und Schreiben frei ausleben. Und immer wenn sie wieder nach Amsterdam zurückkommt, tröstet ihr traumhaftes Zuhause sie über jedes Fernweh hinweg. Hier lebt Maartje mit ihrem Mann Dirk sowie Mops Willem in einer Dachgeschosswohnung, in der sich die Stile der Welt zu einem kosmopolitischen Mix treffen.

Home suite home

„Auf Reisen finde ich Inspirierendes für mein Zuhause. Ich liebe New York – dort habe ich die tollsten Hotels gesehen. Deren Interiors würde ich sofort eins zu eins hier umsetzen. Hotelbesitzer investieren normalerweise sehr viel in ihre Lobbys, deswegen ist das immer ein guter Ort um schöne Kunst oder Möbel zu entdecken. Daheim wollte ich unten das Gefühl einer Luxushotelsuite schaffen. Im Stockwerk darüber trifft Marrakesch auf den Stil der britischen Cotswolds. Ich liebe dieses typisch englische Pup-Feeling.“

Smart mit Stow

„Eine Standardküche ist einfach nichts für mich, deshalb habe ich mir selbst was ausgedacht und diese zwei Stow Sideboards von MADE.COM zusammengerückt. Das hat perfekt geklappt, da ich so Stauraum und Arbeitsplatz in einer kleinen Ecke unterbringen konnte. Also Küchenplatte nutze ich Käsebretter und die Schubladen bieten mir viel Platz – manche sind immer noch leer. Und passt das goldene Newberg Besteck nicht toll zu den Messingschubladen?“

Ein bisschen Country

„Von Anfang an stand für mich fest, dass ich eine dunkelblaue Wand mit einem grünen, kleinen Sofa davor wollte – wir haben oben ja nicht viel Platz. Die Farbkombination fiel mir in den Cotswolds auf und deshalb musste es das Scott Samtsofa sein. Den Rest des Interiors in dem Raum stimmte ich dann darauf ab.”

Erfüllte Wünsche

„Als wir die Wohnung kauften, sah sie furchtbar aus. Die Wände und Decken bestanden nur aus Stroh und Brettern, alles war in Primärfarben gestrichen, die Türen waren klitzeklein und die Raumaufteilung war komisch. Wir haben alles rausgerissen und dann ein paar grundlegende Wünsche umgesetzt. Dirk wollte eine Badewanne und viel Platz, ich viel Licht und eine Wohnküche mit Terrasse. Für mehr Tageslicht mussten wir Wände rausreißen. Außerdem wanderte die Küche nach oben, da dort die Terrasse ist. So lösten wir das Puzzle.”

Über der Stadt

„Wir haben eine offene Dachterrasse mit Blick über die Stadt – aber bei uns kann niemand reinspähen. Man kann sie direkt aus der Küche betreten. Es überrascht sicher niemanden zu hören, dass das mein Lieblingsplatz ist.”

Stilboten

„Mein Ziel ist immer, vom Stil her ein bisschen anders zu sein. Kein Hipster-Home, kein Nordic-Interior – die Wahl der Farben und Objekte wie Tableware, Kissen, Vasen, die im ganzen Haus verteilt sind, sollen meinen Geschmack ausdrücken.”

Ich packe meinen Koffer

„Sehe ich auf Reisen ein cooles Interior entdecke, mache ich Fotos davon, obwohl ich mich immer daran erinnere, wenn es wirklich gut ist. Zuhause suche ich dann nach etwas Ähnlichem, da ich im Ausland keine Sachen kaufe – das würde mein Koffer einfach nicht mitmachen.”

Trennung auf Zeit

„Wir leben in einem sehr offenen Apartment, aber deshalb muss niemand auf Privatsphäre verzichten. Mit zwei Stockwerken kann sich Dirk nach oben zurückziehen und ich bleibe unten.“

Freie Hand

„Das Interior Design hat mein Mann komplett mir überlassen. Ich glaub nicht, dass sich unsere Geschmäcker groß unterscheiden. Ok, eine Treppe in Millennial-Pink wäre jetzt nicht seine erste Wahl gewesen, aber ihm gefällt es auch.”

Style-Clash

„Wenn ihm etwas wirklich nicht gefällt, sagt er das auch. Bei Decken und Teppichen muss ich mich zum Beispiel zurückhalten und auch die abstrakte Kunst ist nicht so seins.“

Gut aufgeteilt

„Die ganze Wohnung misst etwas 90 Quadratmeter, verteilt auf zwei Stockwerke ohne abgetrennte Räume. Deshalb haben wir versucht, alles zu öffnen und Platz zu schaffen. Oben befindet sich die Wohnküche mit Terrasse, unten das Wohnzimmer, das – wie in einer Hotelsuite – zum Schlafzimmer wird, samt offenem Badezimmer.“

Weiser Rat

„Man sollte an einem Ort erst eine Weile leben, bevor man Dinge kauft. Das ist nicht leicht, aber das ist der beste Rat, der mir gegeben wurde und den ich weitergeben möchte. Wir sind hier mitten während der Renovierung eingezogen. Zum Glück war das im Sommer, ansonsten wäre es recht kalt gewesen. Hier standen nur Bett und Fernseher – was braucht man sonst schon?”

Stilvolles Souvenir

„Reisen haben einen unbewussten Effekt auf ein Zuhause. Man sieht unterwegs so viele Dinge und natürlich beeinflussen sie den eigenen Stil. Da es meist schwierig ist, Gegenstände mitzubringen, drückt sich das eher durch die Farben aus.”

Platz machen

„In einer kleinen Wohnung will man den begrenzten Platz wirklich optimal nutzen. Manchmal lässt sich zum Beispiel ein Teil der Wand rausnehmen, sodass man mehr Stauraum erhält. Davor kommt dann einfach eine Schiebetür – fertig!“

Die richtige Inspiration

„Man sollte sich beim Einrichten von seinem Zuhause führen lassen, nicht von Pinterest. All diese Fotos von Dingen, die man sich nicht leisten kann oder die einfach nicht in die eigene Wohnung passen, werden einen verrückt machen. Erinnerungen an besuchte Orte, Interiors, Reisen, Magazinartikel – auf die kommt es an. Als wir die Wohnung kauften, sagten Bekannte zu uns „Großartig, jetzt könnt ihr machen, was ihr wollt.” Aber so viele Möglichkeiten gibt es eigentlich gar nicht. Was man wirklich braucht, ist gute Intuition.“

Die Nachbarschaft

„Fünf Jahre lange lebten wir nur 300 Meter entfernt von hier, auf der anderen Seite der Brücke. Wir wollten nur vom Mieten wegkommen, nicht von der Nachbarschaft. Jordaan ist der gemütlichste Teil von Amsterdam –  und der schönste und unterhaltsamste. Wer mal in der Gegend ist: bei Barts Boekje habe ich alle Hotspots zusammengefasst.”

Autor: Wided Bouchrika
Fotograf: Jordi Huisman

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