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Trendforscherin Rohini Wahi in ihrer Londoner Wohnung.

Palm Springs meets Calcutta: die Londoner Wohnung von Rohini Wahi

„Es ist wie eine Zeitreise in das alte Palm Springs“, schwärmt Rohini Wahi über die Architektur des Apartmentblock aus den 1930ern. Als sie das Art-Déco-Haus im Osten Londons vor fünf Jahren zum ersten Mal sah, wusste sie sofort: Hier will sie wohnen. Das hat geklappt. Heute lebt die Designjournalistin mit Ehemann Dave und Tochter Aarya in ihrem Traumhaus und hat dort ein Zuhause inspiriert von ihren indischen Wurzeln geschaffen. Uns hat Rohini, die auch als Trend-Scout arbeitet, verraten, wie ihr die Mischung aus englischer Gemütlichkeit und Mumbai-Flair gelang.

Nimm die Tour

 

„Als wir die Wohnung kauften, befand sie sich insgesamt in einem guten Zustand, nur das Dekor war etwas veraltet – mit einem dicken Teppichboden und schweren Vorhängen. Die Wohnung befindet sich im vorderen Teil des Gebäudes und hat wunderschöne Crittall-Fenster. Beim Einzug waren diese tollen Originalfenster mit so viel Farbe überstrichen, dass sie sich nicht mehr öffnen ließen. Drei lange, anstrengende Wintermonate haben wir mit Rausreißen, Abschleifen, Streichen und Fliesen verlegen verbracht.“

Leseecke

„Die erste Anschaffung hier waren Wandregale. Ich wollte nicht lange warten, bis meine Büchersammlung einziehen konnte. Ohne sie kann ich mir kein Interior vorstellen. Bücher müssen in einem Zimmer stehen, in dem man den ganzen Tag verbringt, nicht in einer separaten Bibliothek. Obwohl, das wäre natürlich auch toll!”

Stil und Funktion

„Mir gefällt Design, das gleichzeitig klassisch und zeitgemäß ist. Ich liebe den industriellen Stil des Lomond Couchtischs in Kombination mit dem schönen Mangoholz – sehr on-Trend. Und die Tischplatte lässt sich öffnen. Darunter verbirgt sich richtig viel Stauraum. Magisch!

Platz sparen

„Bei einer so kleinen Küche wie unserer, würde ich versuchen, die wichtigsten Utensilien aufzuhängen. So lässt sich wertvoller Platz in den Schubladen sparen. Wir haben ein Kupferrohr montiert, daran hängen Töpfe, Pfannen und Kellen. Das sieht klasse aus und man braucht weniger Schränke – und ein kleiner Raum wirkt größer.“

Morgenritual

„Der Alana Kleiderständer ist so schön und gleichzeitig unglaublich praktisch. Dank ihm hat sich mein Morgenritual komplett verändert. Ich hasse es, wenn meine Kleidung im ganzen Raum verteilt ist. Deshalb entscheide ich meist erst morgens, was ich anziehen werde. Hier kann ich alles aufhängen und bin für jeden Tag bestens vorbereitet.“

Makeover im Bad

„Das Bad war unsere erste größere Renovierung. Die cremeweißen Fliesen sahen zu alt aus, die Plastikbadewanne war klobig und sowohl Waschbecken als auch Toilette waren merkwürdigen platziert. Wir haben alles rausgerissen. Statt einer Wanne haben wir eine schicke Glasdusche installiert. Neben dem Spiegel montierten wir auf jeder Seite Außenlampen mit Vintage-Glühbirnen.“

Expertentipps

„Ich finde es völlig in Ordnung, bei mindestens einer Anschaffung etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Schließlich wird man sich jeden Tag daran erfreuen. Auch wichtig: Im Rahmen des Budgets würde ich immer versuchen, die besten Materialien zu verwenden. Gute Farben, Fliesen und Böden sind die Grundlage für jede Einrichtung. Alles, was man dann hinzufügt, kann eigentlich nur toll aussehen.“

Interior-Inspiration

„Ich bin in Indien aufgewachsen und besuche jedes Jahr meine Großeltern in Kalkutta. Sie leben in einer grünen Oase in der lauten Stadt – ihr Haus ist meine wichtigste Inspirationsquelle. Jedes Zimmer ist in neutralen Farben gehalten und mit handgemachten Stoffen und alten Schmuckstücken eingerichtet.“

Die richtige Glühbirne

„Schlechte Beleuchtung kann ein Zimmer regelrecht ruinieren. Insbesondere die falschen Glühbirnen. Sie sollten ein warmes, goldenes Licht verbreiten. Ich liebe Vintage-Glühbirnen, bei denen man die Drahtspule sieht – damit sieht alles gleich magischer und luxuriöser aus.“

Autor: Ellen Kirkpatrick
Fotograf: Ola O Smit

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