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Kristine Hall von @restoringlansdowne auf einem Samtsofa

Likes and love: Dieses Zuhause ist der (Instagram-)Hit

Als selbstständige Interior-Stylistin hat Kristine Hall einen entscheidenden Startvorteil: Ihr eigenes Zuhause, das sie über einen Zeitraum von 5 Jahren renoviert hat. Das Haus im Süden Londons war in einem erbärmlichen Zustand, als sie es mit ihrem Mann Dan kaufte. Auf Instagram (@restoringlansdowne) teilte sie die Fortschritte mit einer stetigen wachsenden Fangemeinde (derzeit 24.000 Followers). Auch auf unserem Instagram-Account hat ein Foto von ihrem Interior die meisten Likes ever bekommen. Hier kannst du dir das Haus endlich ganz genau ansehen.  

 

Alles beim Alten?

„Es sind die historischen Elemente und kleinen Macken, die alte Häuser so interessant machen”, findet Kristine. „Ich orientiere mich beim Einrichten nicht so sehr an Trends sondern achte darauf, wie ich mich in einem Raum fühle und was ihn besonders macht. Das können die Lichtverhältnisse sein, eine schöne Tür, oder alte, abgenutzte Holzdielen. Unsere Bauarbeiter haben nicht verstanden, wieso Dan mühsam 80 Meter an Bodenleisten abgeschliffen hat, statt sie einfach rauszureißen. Oder warum wir die in Mitleidenschaft genommene Haustür behalten wollten. Aber wenn man diese alten Stücke nicht wertschätzt, kann man dann nicht gleich in eine Neubauwohnung einziehen?”

Neustart

Nach ihrem Kunststudium begann Kristine eine Karriere in der Londoner Finanzwelt. Aber nach ein paar Jahren konnte sie das innere Bedürfnis, sich kreativ zu verwirklichen, nicht ignorieren: „Es hat mich schon länger wieder in den Fingern gekribbelt. Und während der Renovierungsarbeiten stellten wir fest, dass einer von uns beiden eigentlich jeden Tag auf der Baustelle sein muss. Deshalb habe ich 2016 die Bankenwelt hinter mir gelassen, um die Planung und Durchführung der Renovierung zu managen. Und derzeit starte ich gerade mein Interior Styling Business.”

Raus damit

„In den meisten Zimmern mussten wir von Grund auf sanieren.” erinnert sich Kristine. „Der Putz wurde nur noch von der Tapete zusammengehalten, Holzwürmer hatten sie durch die Dielen gefressen, die Stromkabel funktionierten nicht mehr richtig und sowohl Türen als auch Fenster mussten erneuert oder ausgetauscht werden.”

Kein Problem?

Wenn man sich durch den Feed von Kristina scrollt, entsteht der Eindruck, dass ihr dieses Unterfangen recht mühelos gelang. Ein Trugschluss: 5 Jahre dauerte es, bis alles fertig war: „Es gab ständig unvorhersehbare Probleme, aber so ist das nun mal bei alten Häusern. Über Instagram konnte ich viele tolle Ideen und Know-How sammeln.”

Mach dich locker

Aula erfüllt alle Anforderungen, die ich an einen Couchtisch stelle. In diesem Raum gibt es viele dunkle Farben und ich wollte ein paar Metallic-Akzente hinzufügen, um den Look aufzulockern. Und so wirkt alles auch ein bisschen edler!”

Scott am Start

„Von meinen MADE.COM-Möbeln gefällt mir der Scott Sessel im Wohnzimmer am besten. Sein petrolblauer Samtstoff war der Ausgangspunkt für den Look in diesem Raum. Das Design ist ein echtes Statement.”

Sonnenklar

„So viel natürliches Licht wie möglich – dieses Ziel haben wir während der Renovierung nie aus den Augen verloren. Tageslicht ist so selten in den Wintermonaten in London. Und da ich Hauspflanzen liebe, brauche ich so viel wie möglich davon.”

Wärmstens empfohlen

„Die Fußbodenheizung im Erdgeschoss ist echter Luxus. Ein schöner Nebeneffekt: Man hat mehr Platz an den Wänden. Im Winter schlummern unsere zwei Katzen stundenlang auf dem Boden. Manchmal gesellt sich sogar ein Mensch dazu. Einfach klasse.”

Drinks im Kamin

Bei jeder Renovierung gibt es Überraschungen. Als sie auf einmal vor einer architektonischen Herausforderung standen, schaffte es Kristine, das Problem kreativ zu lösen. „Frühere Besitzer hatten die Schornsteinummantelung im Esszimmer rausgerissen, sodass der Schornstein darüber keinen Unterbau mehr hatte. Wir mussten Stützen darunter einbauen, damit die Konstruktion sicher war. Diese versteckten wir in einer “fake” Schornsteinummantelung, in die eine Standardküche passen könnte. Wir kauften eine Arbeitsplatte aus Marmor, Dan brachte ein paar Fliesen an der Wand an – fertig war unsere eigene Bar.”

Die dunkle Seite der Pracht

„Ich liebe leuchtende Farben und Muster und bewundere jeden, der sie wirklich kompromisslos einsetzt. Aber ich brauche eine ruhige Umgebung daheim und setze beides nur sehr gezielt ein. Was ich auf keinen Fall vermeide, sind dunkle Farben: gedecktes Dunkelblau und Türkis – wie Inchyra Blue von Farrow and Ball im Wohnzimmer – geben dem Raum etwas Drama, ohne dabei zu dominant zu wirken. Für ein bisschen Leichtigkeit finden sich hier und da Akzente in Zartrosa.”

Gute Basis

Einen Einrichtungstipp hat Kristine: „Es braucht Zeit, um rauszufinden, wie man einen Raum wirklich nutzen will und wie sein Vibe sein soll. Hat man es einmal rausgefunden, ist das die Basis für alle Entscheidungen. So verheddert man sich auch nicht in verschiedenen Styles.”

Keep it real

„Manchmal muss man auch einfach praktisch denken. Wir besitzen so viele Samtmöbel wegen der zwei Katzen – Webstoffe sind zu sensibel. Wir haben überall hochwertige, abwischbare Wandfarben verwendet. Die Arbeitsflächen aus Holz lasse ich ein paar Mal im Jahr mit Öl ein. Mich stört auch der ein oder andere Kratzer nicht, das gibt dem ganzen Charakter. Manche Leute würde das sicher verrückt machen.”

Die Evolution geht weiter

„Mir wurde geraten, beim Einrichten nichts zu überstürzen. Deshalb halte ich mich mit Spontankäufen zurück. Wenn ich etwas nach ein paar Monaten Bedenkzeit noch liebe, ist es meistens die richtige Wahl. Und da wir ja erst seit kurzem mit dem Renovieren und Einrichten fertig sind, weiß ich schon jetzt: Unser Zuhause wird sich immer weiterentwickeln.”

Autor: Carly-Ann Clements
Fotograf: Anna Batchelor

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