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Nur Mut! Bei diesem Haus ging eine Interior-Designerin aufs Ganze

Beim Einzug in ihr neues Haus befand sich der Altbau in einem bemitleidenswerten Zustand. Doch weder von vermoderten Fenster noch Teerflecken auf dem Boden ließen sich Vanessa Roberts und ihr Ehemann abschrecken. Sie suchten Expertenrat und fanden ihn bei Karen Knox von Making Spaces. Mit Hilfe der Interior-Designerin brachten sie das Haus auf Vordermann. Das Ergebnis: Ein mutiger Look mit modernem Design, auffälligen Tapeten und dunklen Farben.

Grundsatzfragen

Am Anfang eines Projektes stellt sich Karen immer die Frage: Wie wird der Raum genutzt werden und wie soll er sich anfühlen? „Manchmal denken Leute zu langen über Trends und Coolness nach. Viel wichtiger ist sich zu überlegen, was für eine Stimmung ein Raum haben soll. Das Schlafzimmer soll entspannend wirken. Die Küche dagegen verträgt lebendigere Farben, da man hier kocht oder mit Gästen zusammensitzt.”

Unschöne Überraschung

Nach dem Einzug stellte sich heraus, dass Vanessa und ihrem Mann mehr Arbeit bevorstand, als sie anfangs dachten: „Unter dem Teppich befanden sich stabile Dielen, aber der Boden war nicht eben. Wir haben Wochen damit verbracht, ihn abzuschleifen, zu vernageln und anzugleichen. Im Wohnzimmer war dann alles auch noch mit schwarzem Teer verklebt – so hat man früher isoliert...”

Kunst kommt mit

Vanessa lebte davor in einer renovierten Scheune mit hohen Decken, an denen sie ihre Kunst aufhängen konnte. Diese Möglichkeiten wünschte sie sich auch für ihr neues Zuhause: „Der Look hier ist inspiriert vom Art-Déco. Wir lieben die Blau-, Gold- und Grüntöne aus dieser Zeit und die geometrischen Linien. Wir wollten auffällige Tapeten und Kunstwerke. Die meisten hat Andy Welland entworfen und hergestellt.”

Kreative Dialoge

Als Interiordesignerin weiß Karen, wie wichtig ist, mit dem Klienten und nicht gegen ihn zu arbeiten. „Alles fängt immer mit einem privaten Pinterest-Board an, wo ich Produkte, Raumideen, Designs und Farbproben sammle. Das ist immer ein aufregender, wenn auch nicht ganz einfacher Prozess. Am Ende ist es ein tolles Gefühl das Haus zu sehen, dass man mit Hilfe des Klienten eingerichtet hat.”

Immer mit Geduld

Karen rät dazu, dunkle Farben erstmal eine Weile wirken zu lassen: „Nichts ist sicher, bevor die Wandfarbe getrocknet ist und alle Möbel im Raum sind. Mitten im Streichen auf einmal aufzuhören, weil man denkt „Das wird nix”, ist keine gute Idee. Ich war schon oft unsicher und mochte einen Look erst nach zwei Tagen – wenn der erste Schock verflogen war.”

Wanderbar

Karen und Vanessa waren sich bei der Wahl der Tapeten nicht ganz sicher. Karen erinnert sich: „Das geometrische Design für das Wohnzimmer war mutig. Es war zum ersten Mall, dass ich nur mit Tapete gearbeitet habe. Als ich feststellte, dass wir alle Wände tapezieren müssen, war meine größte Sorge: „Wir erkläre ich das dem Klienten?”

Vier auf einen Streich

Die Sorge war unbegründet – Vanessa liebt den Look. „Sowohl im Wohn- als auch im Gästezimmer wollten wir eigentlich nur jeweils eine Wand tapezieren. Aber dann wagten wir den Sprung ins kalte Wasser und tapezierten alle Wände – zum Glück. So entfaltet sich die Wirkung des Musters vollständig und das Zimmer fühlt sich wirklich besonders an.”

Trendfarbe Grün

Nicht nur für die Wände suchte sich Vanessa auffällige Designs aus. Auch der Frame Sessel von MADE.COM war ganz nach ihrem Geschmack: „Die zwei Exemplare waren zwar eine Investition, aber das Erkerfenster würde ohne sie leer und langweilig aussehen. Das Grün ist einfach umwerfend – und passt irgendwie zu Pantones Farbe des Jahres: Greenery.”

Licht an

Wer die Wände in dunklen Farben streicht, muss für viele Lichtquellen in einem Raum sorgen, rät Karen: „Je mehr indirektes Licht, umso besser. Das Revival von Kronleuchtern und auffälligen Lampen verdanken wir dem Trend zu dunkleren Interiors, das sieht gerade in Altbauwohnungen mit hohen Decken einfach fantastisch aus.”

Autor: Helena Murphy
Fotograf: Katie Lee

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