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Nanda auf dem goldenen Scott Sofa in ihrem grünen Wohnzimmer, daneben einen Siam Katze

Young Bohemian: Nandas Mix aus Vintage und Modern

Olle Studentenbude? Nein, darauf hatte Nanda nach kurzer Zeit keine Lust mehr. Und so fand die Intermedia-Studentin und Bloggerin – mit etwas Glück – die perfekte 2-Zimmer-Wohnung mit ihrem Freund. Schritt für Schritt komponierte Nanda das Interior, das so stimmig kuratiert ist wie ihr Instagram-Feed: ein charmanter Mix aus neuem Design und Vintage-Möbeln, gemixt mit einer Prise Bohemian-Style. Erfahre im Interview, wie sie den Look zusammenstellte.

Ein Glücksgriff

„Wir hatten echt Glück mit dieser Wohnung – der Wohnungsmarkt in Köln ist echt Horror. Wir hatten eigentlich schon woanders zugesagt, aber dann wurde uns 10 Stunden vor Vertragsabschluss abgesagt. Mein Steuerberater hörte von unserer Misere und hat den Kontakt zu dem Vermieter hier hergestellt – einem guten Freund von ihm. Bei ihm im Haus wurde gerade ne Wohnung frei. Eine Woche später sind wir zur Besichtigung vorbeigekommen – und haben sie direkt genommen.”

Not so simple

Süßes Chaos

“Seit August wohnen auch die beiden Katzen hier. Sie machen sehr gern alles ein bisschen dreckig. Amy und Sue heißen die beiden, aber sie werden fast nie bei ihren Namen gerufen. Ich nenne sie eigentlich immer Mopsi und Mausi. Der eine ist ein bisschen dicker, und der andere sieht aus wie ne Maus.“

Sofa, so good

„Samt, ein bisschen Vintage: Das Scott Sofa war mein Traumsofa – als ich es sah, wusste ich, darauf will ich unbedingt sparen. Ich wusste lange nicht, ob in Orange oder Grün. Dann kam die Variante in Gold raus und die Entscheidung war klar. Das fand ich ganz cool als Kontrast zu dem Grün. Und es ist so bequem! Ich habe es eher aus optischen Gründen gekauft. Aber schön und bequem? Das ist schon selten.”

Online vs. offline

„Ich habe kein Auto, deshalb bestelle ich die neuen Sachen meistens online. Die meisten alten Möbeln habe ich auf Floh- und Antiquitätenmärkten gefunden. Diese Kommode ist eines der ältesten Stücke in der Wohnung. Sie gehörte schon meiner Urgroßmutter. Meine Mutter hat mich sogar darauf gewickelt.”

Das bleibt in der Familie

„Ich finde Kunst belebt einen Raum immer. Klar, das sind jetzt nicht alles Vintage-Fundstücke. Viele Bilder an der Wand sind tatsächlich auch von befreundeten Künstlern. Meine Mutter hat auch viele Freunde, die Künstler sind – da habe ich ein bisschen was abgegraben.”

Ein guter Fang

„Die Arbeitsplatte des Schreibtischs ist aus Massivholz und ruht auf alten Austernkörben. Ich würde ihn gern zur Küchenzeile umfunktionieren: ein Gasfeld und ein Becken einlassen. Dann passt ins Wohnzimmer auch ein größerer Tisch. Schließlich gibt es nichts besseres als Leute einzuladen und Wein zu trinken.”

Stilevolution

„Für Stil und Ästhetik habe ich mich eigentlich schon immer interessiert. Es ändert sich halt nur, was mir gefällt. Ganz früher, da hatte ich so eine Skater-Phase. Da hatte ich dann Graffiti und so nen Kram an meinen Wänden. Dann wurde alles ein bisschen mädchenhafter, so rosa. Das war aber nur ein Jahr, dann mussten meine Eltern mein ganzes Zimmer wieder weiß streichen. Ich hab mich schon immer viel auf Inspirationsseiten wie Tumblr oder Pinterest rumgetrieben. Ich finde auch so viele verschiedene Sachen cool. Eigentlich bräuchte ich ein ganzes Haus.”

Schule aus

„Diese botanischen Prints sind alte Schulplakate, die neu aufgelegt werden. Selbst die Stühle in der Küche sind aus einer alten Schule, die renoviert wurde. Ich fand, die passen auch farblich so gut: Das Grün und Orange ist hier einfach super.”

Der perfekte Start

„Morgens bin ich viel in der Küche. Ich drehe dann meistens einen der Stühle um, gucke nach draußen. Und trinke dann Matcha, das Radio ist an und ich checke meine Emails. Für den Uni-Kram fahre ich meistens in die Bib.”

Opulent

„Im Schlafzimmer wollte ich etwas Barock. Also auch ein bisschen industriell und dabei trotzdem kitschig. Das Skye Bett war ideal dafür. Es passt auch toll zu den Familienerbstücken wie dem Spiegel und dem Nähkästchen, das meiner Mutter, die Schneiderin ist, gehörte. Ich bewahre darin meinen Schmuck auf. „

Geteilte Freude

„Mir war von Anfang an klar, dass die Wohnung auch in meinem Instagram auftauchen würde. Das macht mir auch extrem viel Spaß. Die Wohnung wird auch nicht für immer so bleiben. Ich hab noch ein paar Sachen im Keller und dekoriere gerne um, weil ich es mag, Dinge zu verändern oder etwas umzustellen.”

Autor: Marius Thies
Fotograf: Annika Feuss

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