Jetzt für Weihnachten bestellen

Shop

Über

Kühnes Künstlerhaus: Wie ein Paar seinen mutigen Interior-Stil fand

Kühnes Künstlerhaus: Wie ein Paar seinen mutigen Interior-Stil fand

„Mut zu schlechtem Geschmack“ – das ist die unkonventionelle Philosophie, nach der Schriftstellerin Leen Van Severen ihr belgisches Townhouse stylt. Zusammen mit ihrem Partner Kurt Overbergh, künstlerischem Leiter der Brüsseler Konzerthalle Ancienne Belgique, kombiniert sie in dem 160 Jahre alten Gebäude Flohmarktfunde mit Designklassikern und intensive Farben mit edlen Textilien. Das Ergebnis? Eine schillernde Wunderkammer. Wir waren zu Besuch.

 

Alles Liebe

„Es muss Liebe auf den ersten Blick sein, bevor wir etwas kaufen. Erst dann überlegen wir, wo es in unser Interior passen könnte“, erklärt Leen. Genau so lief auch die Anschaffung des rosa Margot Sofas: „Die Farbe passt toll zu den Wänden und harmoniert perfekt mit dem Haus.“

Schatzsuche

„Ich war schon als Kind wild auf Interiors und habe regelmäßig im Keller meiner Eltern nach Schätzen gesucht, mit denen ich mein Zimmer verändern kann. Heute mache ich das immer noch – allerdings auf Flohmärkten.“

Neu gedacht

„Panos ist eigentlich für den Flur designt. Wir fanden aber, dass sich die Bank bestens zum Strukturieren des großen Wohnzimmers eignet. Statt Schuhen bewahren wir hier Magazine und Coffee Table Books auf.“

Höhenflug

„Es war echt nicht einfach, die Leuchte anzubauen – und das nicht nur wegen des Stucks und der fünf Meter hohen Decke. Kurt musste auch noch seine Höhenangst überwinden. Ich liebe aber, wie das moderne Kupferdesign der Lampe die antiken Details noch unterstreicht.“

Feline fine

„Dem Paar war es wichtig, dass ihr Zuhause ihre kreativen Persönlichkeiten reflektiert. Kurts Schallplattensammlung etwa ist über alle vier Etagen der Villa verteilt: Ich habe irgendwann mal angefangen, Platten zu sammeln, deren Cover eine Katze zeigt. Die Sammlung bekam am Ende sogar eine eigene Ausstellung.“

Himmlisch

„Wohn- und Esszimmer sind meine Lieblingsräume. Manchmal komme ich nach Hause und denke mir: ‚Wow‘. Die Engel an den Wänden, die bemalte Decke, die Raumhöhe, das Spiel von Licht und Schatten. Und dann noch der Blick in den Garten …“

Schlecht ist gut

„Diane Vreeland hatte einfach Recht, als sie sagte: ‚Schlechten Geschmack kann ich gut vertragen – gar keinen Geschmack, dagegen habe ich etwas.‘ Wir vergessen einfach manchmal, Spaß zu haben und uns auch mal gehen zu lassen. Wir besitzen so einige Stücke, die der ein oder andere als hässlich bezeichnen würde. Aber erst sie machen unser Haus interessant.“

Streben nach Glück

„Unser Zuhause ist so, wie wir uns die Welt wünschen: Wie ein Kokon. Eine warme Umarmung.“ Leens Tipp für extra Heimeligkeit? Sich mit Dingen umgeben, die einen wirklich glücklich machen. Für uns ist das ein eklektischer Look voller Humor.“  

IRL

„Inspiration finde ich im echten Leben: In Interiors oder alten Gemälden. Einmal waren wir in einem fantastischen Antikhandel, der uns dann zu unserer Wandfarbe inspiriert hat.“

Best-dressed

„Zu sagen, ich interessiere mich leidenschaftlich für Mode mag ein wenig platt klingen. Aber meine Kleidung ist wirklich wichtig für mich – sie ist meine liebste Art, mich auszudrücken“, gesteht Leen. „Was nicht heißt, dass ich non-stop shoppen gehe. Man kann die Teile, die man bereits besitzt einfach neu kombinieren. Das gleiche gilt für ein Interior: Es ist die Kleidung deiner Wohnung.“

Autor: Wided Bouchrika
Fotograf: Jordi Huisman

Abonniere für noch mehr Interior-Inspiration unseren Newsletter

Das könnte dich auch interessieren

Blütenrausch und Wolkenhimmel: Das Zuhause von Sian Zeng

Weiß? Passé. Eine Tapetendesignerin macht vor, wie man kahle Wände richtig schmückt.

Zum Artikel

Villa Kunterbunt: Das schottische Familienzuhause von Neil & Will

Entdecke, wie eine alte Villa zum gemütlichen, farbenfrohen Zuhause wurde.

Zum Artikel