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Von Loft und Liebe: Kristinas Familienzuhause in Berlin

Von Loft und Liebe: Kristinas Familienzuhause in Berlin

So. Viel. Licht. Die schiere Helligkeit ist das Erste, was man beim Betreten von Kristina Tulinius’ weitläufigem Berliner Loft bemerkt. Selbst an wolkenverhangenen Tagen bekommt die ehemalige Lagerhalle genug natürliches Licht, um die Vitamin D Produktion seiner Bewohner anzukurbeln. Die Herausforderung beim Einzug? Das Loft so einzurichten, dass es einer jungen Familie Rückzugsorte und Gemütlichkeit bietet. Hier erfährst du, wie das gelang.  

 

Starpotenzial

„Ein Bekannter hat uns damals diese alte Lagerhalle gezeigt. Das hier war ja früher mal ein Schlachthof, voller Ruinen und kaputter Häuser. Auch diese Wohnung war bei der Besichtigung noch völlig runtergekommen. Es kostete uns viel Vorstellungskraft – aber wir haben sofort das Potenzial dieser Räume erkannt.“

Zonengänger

Große Räume werden wohnlich, wenn man sie in Zonen unterteilt. Das weiß auch Kristina: „Ich habe viel mit Teppichen, gerahmten Bildern und persönlichen Gegenständen gearbeitet – das schafft eine gewisse Heimeligkeit und mit solchen Tricks haben wir es geschafft, den Raum trotz der Größe zu strukturieren.“

Leise Töne

„Am Jules Sofa hat mir gefallen, wie tief das Design ist – so richtig zum darin versinken. Man kann sogar zu zweit darauf liegen! Grau ist vielleicht keine besonders mutige Farbwahl, dafür aber die perfekte Leinwand für tolle Kissen. An knalligen Farben sehe ich mich einfach zu schnell satt.“

Challenge accepted

„Die Großzügigkeit des Lofts zu bewahren war uns wichtig, so viel Platz ist einfach fantastisch. Deswegen haben wir erst mal nur einen Raum eingebaut – unser Schlafzimmer. Den Rest der Wohnung in ein Zuhause zu verwandeln war nicht ganz leicht, aber mit dem Ergebnis bin ich total happy: modern und trotzdem gemütlich.“

Kleine Zeitreise

„Kristinas Loft lebt von historischen Details: Ich liebe unsere hohen Decken. Die anderen Wohnungen haben alle Stäbchenparkett, uns gefiel dann aber Sichtestrich besser. Der ist einfach neutraler. Die Oberfläche ist überraschend barfußfreundlich und ein toller Kontrast zu den Teppichen. Passt irgendwie auch besser zur industriellen Vergangenheit des Viertels.“

Keine Eile

„Ich bin kein Freund von Hau-Ruck-Einrichten. Losziehen und alles einkaufen, was man so braucht – das ist ein wenig seelenlos, oder? Dinge müssen wachsen. Direkt nach dem Einzug war es hier noch sehr minimalistisch – aber mit dem Jahren ist alles viel persönlicher geworden.“

Formt den Charakter

„Wir bringen auch vieles von Reisen mit. Erst vor Kurzem habe ich diesen Barwagen entdeckt – ein echtes Lieblingsstück, das plötzlich eine ganz neue Ecke schuf. Dank solcher Fundstücke sieht eine Wohnung dann auch nicht aus, wie aus dem Katalog.“

Kram mit Charme

„Ich bin Auräumfanatiker“, gibt Kristina zu. „Bei mir hat alles einen Platz – das hilft , mich vom Berliner Großstadttrubel zu entspannen. Ich lasse es mir auch nicht nehmen, selbst die Kinderzimmer jeden Abend aufzuräumen. Ich will nicht im Chaos versinken.“

„Ein Farbexperiment sollte es dann doch geben: Im Kinder, Schlaf- und Badezimmer habe ich blasse Blau- und Naturtöne gewählt. Das will ich jetzt unbedingt auch im Wohnzimmer probieren.“

Alles ist Kunst

„Bei Bildern haben wir keine Vorlieben. Mein Mann mag moderne Kunst und manchmal bekommen wir Geschenke von befreundeten Fotografen. Ich hatte dann noch die Idee, die ersten Flugtickets der Kinder aufzuhängen.“

Bleibt in der Familie

„Es gibt in dieser Wohnung immer wieder Sachen, die auch Andenken sind: Der alte Sessel unter dem Bild gehörte der Oma. Modernes und Altes kommen so auf eine schöne Art zusammen.“    

Ideengeber

„In meinem Job darf ich so viele fantastische Interiors besuchen“, erklärt Kristina. „Das ist schon sehr inspirierend. Ich finde es wahnsinnig spannend zu sehen, wie andere Leute ihr Zuhause designen.“

Bereue nichts

„Wenn ich ein Möbelstück für uns auswähle, dann bleibe ich dabei. Ich schicke nie etwas zurück – Onlineshops lieben mich. Ich weiß einfach immer genau, was ich will. Und ich kann mich sehr schnell entscheiden.“

Und weiter geht’s

„Ich mag es gar nicht, fertig zu sein. Neue Projekte, neue Aufgaben – das brauche ich einfach. Deswegen war ich auch so froh, jetzt ein Büro zu haben und ein Fotostudio. Ich muss auch erst mal schauen, was richte ich denn als nächstes ein? Weil eigentlich ist erst mal Schluss.“

Autor: Marius Thies
Fotograf: Marc Waldow

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