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Ort der Ruhe: Ein englisches Cottage im Nordic-Stil

Ort der Ruhe: Ein englisches Cottage im Nordic-Stil

Heimeliger Unterschlupf jenseits der turbulenten Metropole – mit diesem Ziel begannen Anna Jacobsen und Partner Tom die Haussuche im verschlafenen ostenglischen Norfolk. Was das Paar dort entdeckte: Ein charmantes viktorianisches Cottage, in das sie sich „sofort verliebten“. Die frischgebackenen Hausbesitzer stellten bald fest, dass sie den Backsteintraum aus finanziellen Gründen gelegentlich vermieten müssen – und designten gemeinsam ein Ferienhaus, das für den Fotografen und die Interior-Stylistin Wohlfühlort und Einkommensquelle gleichermaßen ist. Ein Hausbesuch.

Die Wunschliste las sich wie folgt: kleines Haus, großer Charakter. Annas und Toms Cottage ist genau das. Es bietet ein behagliches Wohnzimmer (inklusive Kamin), Küche, ein charmantes Schlafzimmer, Office und Bad. Die schönste Überraschung: Ein weitläufiger Garten voll alter Obstbäume, umrahmt von englischen Hecken.

Schon ziemlich früh entschieden sich die zwei, das Cottage auch zu vermieten. Anna liebt es, Gastgeberin zu sein. Vom Ohrensessel am Fenster erklärt sie: „Dekorieren macht mir Freude – frische Blumen, ein gedeckter Tisch, ein Willkommensgetränk. Meine Gäste sollen sich wohl fühlen.“ Obwohl Anna sich mit der Vorstellung, Fremde in ihr Refugium zu lassen, erst anfreunden musste: „Ich war schon besorgt. Die Frage war, ob sich das Haus anders anfühlen würde, nachdem hier Gäste übernachtet haben – aber das tat es nicht. Und inzwischen freue ich mich, dass es sich hier jemand gemütlich macht, wenn wir nicht da sind. Ist doch viel schöner als wenn das Haus kalt und leer bleibt.“

Wie den beiden die Transformation gelang? Verrät Anna uns jetzt:

Location, Location, Location

Als langjährige Londonerin weiß Anna Ruhe und Frieden des Landlebens zu schätzen. Ähnlich wie ihre Gäste: „Von langen Aufenthalten in der Stadt wird mir oft etwas schwummerig – London ist so intensiv! Bei meinem ersten Besuch in Norfolk dachte ich nur ‚Oh wow, es ist total ruhig hier.‘ Hier kann ich durchschlafen ohne von Blaulicht geweckt zu werden.“

Komfort ist King

Dass sich ihre Gäste zuhause fühlen, ist Annas oberste Priorität. Und dieses Ziel zu erreichen, ist einfacher als erwartet: „Um sich im Alltag wohl zu fühlen, braucht man eigentlich nur wenig: Ein gemütliches Bett und eine gut ausgestattete Küche. Und eine Badewanne. Ein Schaumbad ist einfach mein liebstes Vergnügen. So einfach, so schön.“

Einfach kochen

Bei Anna gehört Behaglichkeit mit zum Gesamtpaket – und das bedeutet, eine Küche bereitzustellen, die für kulinarische Experimente geeignet ist: „Hier gibt es nicht bloß ein olles Schneidebrett und eine Pfanne aus den 70ern. Sondern gute Messer und Kochtöpfe. Einfache Sachen, aber eben gut. In der Region kann man wunderbar lokal Lebensmittel einkaufen – ich möchte, dass unsere Gäste sie auch selbst zubereiten können.“

Denn Kleinkram macht glücklich

Für Anna machen Details den Unterschied: „Wir legen immer eine kleine Karte mit freundlichen Worten bereit – mit einem Motiv, das Toms Mama gemalt hat. Wenn wir wissen, das jemand einen Geburtstag feiert, wird das natürlich bedacht! Dazu warten auf jeden Gast frische Blumen aus dem Garten, hausgemachtes Knuspermüsli und eine Flasche Wein.“

Matchmaker

Du planst eine Dinnerparty mit Gästen, die sich untereinander noch nicht kennen? „Mach kleine Intros, die auf deine Backstory mit den einzelnen Gästen eingehen. Woher kennt ihr euch? Wie lang seid ihr schon Freunde?“, schlägt Anna vor. „Schüchterne Typen gehen nicht unbedingt aufeinander zu – wenn du das für sie übernimmst, sind deine Gäste viel entspannter.“

Kenne dein Publikum

Was dich zu einem ausgezeichneten Gastgeber macht? Wenn du deine Gäste gut einschätzen kannst. „Das Cottage ist designt für einen bestimmten Typ Gast – Paare aus der Stadt, die einfach lesen, schlafen, spazieren gehen und gemeinsam kochen wollen. Genau wie Tom und ich! Das Haus ist also nicht unbedingt für jeden Urlauber geeignet, aber das ist ok so.“

Tech-freie Zone

Das ultimative Entspannungsgeheimnis? Handy, Laptop und Co einfach mal Zuhause lassen. „Dass es bei uns keinen Fernseher gibt, finden eigentlich alle Gäste super. Meine Bücher und Magazine stehen im Cottage bereit. Lesend im Sessel sitzen, Kerzenlicht und die Wärme des Feuers – das ist Landleben par excellence.“

In Stimmung kommen

Der Schlüssel zu einer wohnlichen Atmosphäre? Licht, Licht, Licht. „Schon komisch – manche Leute denken gar nicht an's Licht oder es ist ihnen egal. Aber ich finde es essentiell. Kerzen sind immer eine gute Idee, gerade zu dieser Jahreszeit. Wenn es ein besonders grauer Tag ist, zünde ich sie auch am Nachmittag an. Ist immer gemütlich, oder?“

Hygge Hype

Also wie genau wird das was mit diesem hygge Style, den Anna so gekonnt umsetzt? „Mit Textilien im Lagenlook. Teppiche geben Farbe und Struktur. Wir haben hier Dielen, da will man mal was Weiches an den Füßen. Und Decken, Kuscheldecken überall – auf dem Bett, auf dem Sofa, auf dem Sessel.“

Praktisch praktisch

Vielleicht hast du öfter mal Hausbesuch? Dann verbindest du am besten praktisch mit gemütlich. Anna weiß wie: „Die Einrichtung hier ist schon nach meinen Vorstellungen. Obwohl ich auch praktische Faktoren bedenken musste: Welche Oberflächen sind empfindlich, brauche ich Matratzenschoner – sowas eben.“

Was ist dein USP?

Annas Cottage hat eine Reihe einzigartiger Features – vom antiken Treppenhaus zum charmantem Kamin. Besonders angetan hat es uns der Garten, mit Feuerschale und Gartensofa in wild-romantischem Setting: „Wir lieben es, Zeit im Grünen zu verbringen und die Feuerschale macht es möglich bis in den Herbst beisammen zu sitzen.“

Mit Gefühl

„Liebe und Einfühlsamkeit – das zeichnet für mich einen guten Gastgeber aus. Leute können sowas einfach fühlen. Klingt vielleicht wie ein Klischee, aber wenn meine Gäste sich hier wirklich wohlfühlen, das ist für mich das schönste Kompliment.“

Autor: Emily Rogers
Fotograf: Liz Seabrook | Art direction by: Laura Cumming

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