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Tischgespräche: Von guter Nachbarschaft und gutem Essen

Tischgespräche: Von guter Nachbarschaft und gutem Essen

Jenny Scott könnte man fast als „Supermutter“ bezeichnen: Mit drei Kindern und erfolgreicher Event-Agentur, steht sie nun auch hinter der Theke ihres eigenen Restaurants und Feinkostgeschäfts The Table. Gemeinsam mit ihrem Mann Joe, ein gelernter Koch, machte sie aus einem alten Ladengeschäft im englischen Küstenstädtchen Broadstairs einen Ort, in dem die ganze Nachbarschaft beim Brunch zusammenkommt. Ein Gespräch über’s Muttersein und neue Herausforderungen. 

Hi Jenny! Erzähl uns doch ein wenig von dir. 

Ich bin die Mama drei kleiner Menschen: Skye, Jasmine und Sonny. Ich bin gelernte Grafikdesignerin und Art-Direktorin, manage aber inzwischen The Table mit meinem Mann Joe. Und ich leite die Agentur Mothers Meeting – eine Plattform zur Inspiration, Motivation und Unterstützung von Müttern. 

Wann ging es denn los mit Mothers Meeting? 

Als ich mein erstes Kind bekam – damals war ich total geschockt, wie einsam das Dasein als Mutter ist. Ich begann, Poster und Flyer für Restaurants und Ausstellungen zu designen, einfach um Kontakte zu knüpfen. Nach und nach fragten mich Brands ob ich nicht auch mal Events hosten könnte und so ist alles irgendwie ganz natürlich gewachsen. 

Wie beginnt bei dir Zuhause ein typischer Tag?

Zuerst mit einem gemeinsamen Familienfrühstück. Was oft verrücktes Chaos bedeutet, aber es ist trotzdem was besonderes. Dann ein Spaziergang am Strand. Strandleben ist das beste Leben – einfach Balsam für die Seele.

Und wie würdest du deinen Einrichtungsstil beschreiben?

Eklektisch mit Charakter. Unser Haus war Liebe auf den ersten Blick – ein wunderschönes, viktorianisches Townhouse mit Buntglasfenstern. Wir haben noch nicht viel am Bau verändert, aber mit der Zeit kann ich es durch die Einrichtung hoffentlich ein wenig mehr nach uns aussehen lassen. 

Lass uns über dein Restaurant The Table sprechen. Wie würdest du das beschreiben?

Eine gemütliche, familiengeführte Käse- und Weinbar am Meer. Joe und ich lieben es, Gastgeber zu sein. Und mit seiner Erfahrung als Koch und meinem im Event-Management sind wir ein ziemlich gutes Team. Das Menü setzt sich aus Sharing Boards zusammen – die Idee ist es, möglichst viele Flavours zu kleinem Preis anzubieten.  

Die Renovierung habt ihr selbst gemacht – wie lief das so?
Unwissenheit ist ein Segen. Wir waren so aufgeregt, ein Haus zu besitzen, wir liebten die Location. Also haben wir uns einfach auf das Projekt eingelassen, ohne zu wissen, was uns erwartet. Eine Küche komplett selbst bauen, Badezimmer planen – wir haben ALLES gemacht.

Irgendwelche Renovierungstipps, die du teilen möchtest?

Du musst dir 100 % sicher sein. Wenn du irgendwelche Zweifel hast, dann ist es nicht der richtige Zeitpunkt oder nicht die richtige Entscheidung. Lass dir helfen. Und natürlich YouTube-Tutorials. (Weiß auch Melanie Kieback). 

Und wo findest du Inspiration?

Das Gebäude selbst inspiriert mich sehr. Es hat mal als Fleischerei gedient und wir haben uns entschieden, die originalen Features zu bewahren und nur hier und da mit industriellen Details zu ergänzen: weiße Fliesen, Metallketten, dunkles Holz. Moderne Lampen mit weichem Licht machen den Raum gemütlich und irgendwie cool. 

Welche Stimmung willst du für Gäste im Restaurant erzeugen?

Ein Gefühl von Wärme. Wir wollten einen Ort schaffen, wo sich Jung und Alt trifft. Deswegen ist das Zentrum des Restaurants ein langer Tisch, wie man ihn auch von Daheim kennt – hier entstehen Gespräche und er ist ideal für Buchclubs, Workshops, Geburtstagsfeiern oder Events. 

Wie finden du und Joe die Balance zwischen Business und Familie?

Obwohl wir beide im Job sehr ambitioniert sind, haben unsere Kids Priorität. Die Öffnungszeiten haben wir um Stundenpläne und und Schlafenszeit herum geplant. Im The Table sind Familien explizit erwünscht – wir wissen ja, wie das Elternleben manchmal sein kann.  

Und habt ihr Pläne für die Zukunft?

Viele! Wir wollen ins Nahrungsmittelgeschäft einsteigen, mehr Restaurants eröffnen und Mothers Meetings auf ein neues Level heben. Ich würde gerne einen großen, familienfreundlichen Family-Space für Events aufmachen. Und für Joe wünsche ich mir ein eigenes Kochbuch und eine TV-Show – man muss große Träume haben! 

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Autor: Ellie Hamilton
Fotograf: Anna Batchelor | Art Direction by: Laura Cumming


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