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Weniger ist mehr: Minimalismus mit Flair in einem Pariser Apartment

Weniger ist mehr: Minimalismus mit Flair in einem Pariser Apartment

Steht man vor dem opulenten Apartmentgebäude im 10. Pariser Arrondissement, würde man kaum vermuten, dass sich hinter der üppig verzierten Fassade ein minimalistisches Meisterwerk verbirgt: Das Zuhaue des Interior-Design-Duos Hélène Pinaud und Julien Schwartzmann, auch bekannt als Heju Studio. Wir haben das Paar in ihrer Wohnung zum Gespräch über die Schönheit des Einfachen getroffen. 

Über zwei Etagen erstreckt sich ein offener Wohn- und Arbeitsbereich, der sich wechselnden Ansprüchen anpassen lässt: „Wir lieben es hier“, schwärmt Julien. „Der Grundriss ist so designt, dass die Räume den unterschiedlichsten Zwecken dienen können.“

Immer weiter, immer fort

Die Ästhetik mag minimalistisch sein, aber das Interior ist trotzdem wiedererkennbar „Heju“. „Es freut uns wahnsinnig, wenn Leute zu uns sagen ‚Ich wusste doch, dass das ein Heju Design war.‘ Ein gewisser Erkennungswert ist uns wichtig“, erklärt Hélène. „Im Moment arbeiten wir an sehr verschiedenen Projekten, bei denen wir unseren Stil weiterentwickeln müssen – von Silhouetten bis hin zu Farben. Es kommt natürlich auch immer auf den Raum, aktuelle Trends und unsere Kunden an.“

Bauchgefühl knows best

Wie man Minimalismus auf wohnliche Art und Weise umsetzt? Jedes Detail sollte sorgfältig ausgewählt werden. „Umgib dich nur mit Dingen, die dir wirklich etwas bedeuten und die dich nicht in absehbarer Zeit langweilen werden. Mein Hochzeitsstrauß musste zum Beispiel unbedingt bleiben. Spaß zu haben ist auf jeden Fall auch wichtig – und vertraue deiner Intuition, wenn du dir bei einem Gestaltungselement absolut sicher bist, dann los!"

Weiß ist Teamplayer
„Jedes unserer Projekte verwendet einen Weißton als Basis – nichts anderes ist so vielseitig und harmoniert gleichzeitig so gut mit hellen Hölzern", erklärt Julien. Aber selbst wenn man strenger Minimalist ist, muss das nicht heißen, dass Farben verboten sind. „In Kombination mit einem subtilen Farbeinsatz, kann man mit Weiß einen wunderbaren Flow zwischen Wohnbereichen kreieren.”

Minimaler Wandel

Vielleicht wohnt ihr zur Miete und möchtet trotzdem eure Wohnung nach eurem Geschmack anpassen? Julien hat da ein paar Ideen (die sicher nicht die Kaution kosten werden): „In einer Mietwohnung kann man seine Vision nicht immer 100 % ausleben. Aber ein wenig Wandfarbe und smart gewählte Accessoires wirken oft Wunder.” (Noch mehr Tipps zum Thema Mietwohnung stylen hat übrigens Jes Toole.)

Kleines Budget, große Ideen

Smarte Designs, die nicht die Welt kosten sind Heju Studios Steckenpferd. „Unser Rat: Große, wichtige Stücke kaufen – das Sofa oder den Couchtisch zum Beispiel – und dann einfach probieren, kleine Möbel selbst zu bauen. Das Ergebnis ist ein sehr individuelles Interior, das dich keine Unsummen kostet.”

Was kaufst du?
Wir sollten alle probieren weniger und sinnvoller zu konsumieren. Die Idee ist Teil der Heju Marken-DNA: „Ja, der Gedanke ist integraler Bestandteil unserer Arbeit und unseres Stils. Unser Eigentum immer wieder zu editieren, sodass am Ende nur das Nötigste bleibt und das Inspirierende. Für uns ist das der einzig wahre Ansatz, wenn man das perfekte Zuhause designen möchte.”

Piccobello

Kleine Wohnungen können für Minimalisten eine Herausforderung sein. Die sich aber meistern lässt: „Den Raum nicht zu überladen ist das Wichtigste”, rät Hélène. „Wähle Objekte mit kleiner Stellfläche – die Skasen Stehlampe zum Beispiel – und sortiere zusätzlich aus: Schränke regelmäßig aufräumen, Überflüssiges recyceln oder spenden.”

Grenzen setzen

Gerade wenn man im Homeoffice arbeitet, kann es schwer sein am Abend abzuschalten (der Laptop blinkt ja immer noch vom Schreibtisch rüber). Hélène and Julien lösen das Problem so: „Ein Zimmer ist komplett Heju gewidmet – und zu diesem Zimmer schließen wir nach Feierabend und an Wochenenden konsequent die Tür.”

Bleib beim Thema

Egal, was dein Style ist, wenn es daran geht eine harmonische Einrichtung zu schaffen, ist Balance der Schlüssel. „Denke nicht Raum um Raum, sondern sehe deine Wohnung als ein großes Ganzes”, erklärt Julien. Wie? „Kontinuität. Ob durch Farbe oder Materialien oder andere verbindende Elemente.”

Immer schön Hausaufgaben machen

Wie die zwei Inspiration finden? „Social Media, Design-Magazine, Reisen. Manchmal fahren wir ans andere Ende der Stadt, nur um ein Gebäude oder ein Designdetail zu sehen”, verrät Hélène. Aber die spannendsten Inspirationsquellen sind manchmal ganz nah. „In Paris ist es ganz leicht, Gleichgesinnte zu treffen, die sich austauschen wollen.” Team work = dream work.

Und, Lust auf ein neues Home-Projekt bekommen? Dann schau doch mal bei unserem Interior Design Service vorbei.

Autor: Rémi Parson
Fotograf: Bertrand Fompeyrine | Art direction: Laura Cumming

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